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Sacre Cœur auf dem Gipfel der Butte Montmartre.

Sacré Cœur

Sacré Cœur, die strahlend weisse Basilika, ist uns schon vom Eiffelturm und vom Arc de Triomphe aus ins Auge gefallen. Klar, dass wir bei unserem Besuch am Montmartre auch an ihr nicht vorbei kamen.

Übrigens verkehrt hier, am höchsten "Berg" von Paris, die einzige Seilbahn der Stadt und zwar zwischen der Place Saint Pierre und Sacré Cœur - tägl. 6.45 - 0.45 Uhr.

Wir erklimmen aber die unzähligen Stufen rauf zur Kirche und bleiben öfter mal stehen, um die Aussicht nach unten in uns auf zu nehmen. Viele Touristen haben ebenfalls die gleiche Idee wie wir gehabt und so wuseln viele Menschen die Stufen rauf und runter.

Auf der ersten Plattform vor der Kirche sind auch schon Musiker am Werk, die uns unterhalten. Der Blick auf Sacré Cœur ist einfach überwältigend, wie sie sich da so vor dem Himmel erhebt. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf ganz Paris.

Sacré Cœur ist übrigens längst nicht so alt, wie man bei flüchtiger Betrachtung meinen könnte. Der Bau wurde 1876 begonnen. Der poröse Sandsteinboden, zusätzlich durch alte Steinbrüche durchlöchert, erschwerte die Arbeiten ungemein.

Erst 1910, nach 34 Jahren, wurde die Kathedrale fertiggestellt und 1919 geweiht. So gesehen ist sie also jünger als der Eiffelturm, der ja schon 1889 seiner Bestimmung übergeben wurde.

Der Baustil, eine Mischung romanischer und byzantinischer Elemente, fand nicht die ungeteilte Zustimmung der Pariser und wurde oft als "Zuckerbäckerstil" belächelt. Dennoch empfinden wir die Kathedrale als ein beeindruckendes Bauwerk, ohne das Paris etwas fehlen würde.

An der (von vorne gesehen) linken Seite des Bauwerkes befindet sich ein kleiner Nebeneingang durch den man die Kuppel der Kathedrale besteigen kann. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf Paris, heisst es.

Wir hatten leider Pech. Der Aufstieg kostet nämlich einen Obulus und zu seiner Ableistung ist ein Automat aufgestellt. Der nimmt nur Kleingeld und akzeptiert keine Kreditkarten. Leider bemerkten wir das erst, nachdem wir bereits eine Weile in der Schlange gestanden hatten und mussten unverrichteter Dinge wieder abziehen :-(.

Das Innere von Sacré Cœur ist hingegen frei zugänglich. Von dem Zweck eines Gotteshauses mit seiner Andacht und Stille ist jedoch nicht viel zu bemerken. Wie ein riesiger Pulk schieben sich hunderte von Touristen durch die Gänge. Die "überladene und schwere" Atmosphäre, von der viele Reiseführer erzählen, ist für uns höchstens zu erahnen.

Trotzdem: Der riesige Bau beeindruckt schon durch seine Ausmaße: 100m lang, 50m breit und mit einer riesigen Kuppel versehen vermittelt er den Eindruck monumentaler Größe.

Auch wenn Schilder die Besucher darum bitten, leise zu sein: Die Mosaike im Chor, die vielen kleinen Seitenflügel mit kleinen Altären und die weihnachtlichen Krippen, die die Kirche noch immer schmücken, stehen regelrecht im Blitzlichtgewitter der vielen Touristen.

Auch hier: Ein Balanceakt zwischen Touristenattraktion und Gotteshaus und nicht immer gewinnt dabei die Andacht, die man vielleicht in so einem Bau erwartet.

  • Stand des Berichtes: Januar 2004
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