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Bantry House inmitten einer großen Parkanlage.

Muckross House and Garden

Unser Kutscher heisst Seamus und sein Pferd Max. Wir haben ihn für eine Fahrt durch Muckross Garden zum Muckross House gemietet. Das ist zwar nicht eben billig (kostet 20,- € pro Person für 1,5 h), aber es ist bequem und vielleicht erfahren wir noch einiges am Rande.

Übrigens: Max ist musikalisch. Er macht nämlich manchmal Musik. Allerdings ist mit ihm kein Grand Prix zu gewinnen, vielmehr sollte man sich besser die Nase zuhalten ;-).

Seamus erzählt sehr viel während der Fahrt. Z.B. dass der Park von den höchsten Bergen Irlands umgeben ist, deren höchster 3.100 Fuß misst. Klingt ja auch viel höher 1.038m.

Muckross gehörte bis 1932 einer Familie Bourn. Diese hatte eine Tochter, die mit Senator Arthur Vincent verheiratet war. Sie starb plötzlich während einer Schiffspassage nach Amerika.

Im Anschluss wurde der Besitz dem Staat übereignet und heißt deswegen "Bourn Vincent Memorial Park". Er wurde zu Irlands erstem Nationalpark, der im Laufe der Jahrzehnte um weitere Gebiete ergänzt wurde.

Seamus zeigt uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, z.B. die Ruinen von Muckross Abbey, ein Franziskaner Kloster, das im Jahr 1448 gegründet worden war.

Hier fanden auch berühmte Kerry - Dichter letzte Ruhestätte: O'Donoghue, O'Rathaille, O'Sullibhain. Wir geben zu, wir kennen keinen davon.

Aber der Friedhof wird auch noch heute genutzt. In den letzten Wochen hätte es hier 3 Bestattungen gegeben, meint Seamus. Frische Blumen zeigen an, dass er Recht hat.

Er zeigt uns auch besonders interessante Pflanzen, z.B. eine Libanesische Zeder (der Wappenbaum des Libanon) oder besonders hohe Rhododendren.

Am Muckross House haben wir eine halbe Stunde Zeit, uns umzusehen. Das 1843 erbaute Haus beherbergt heute die Nationalparkverwaltung.

Das Haus kann man besichtigen. Wir verzichten jedoch darauf vor allem wegen dem Andrang und der knappen Zeit. Wir wollen die lieber nutzen, um uns im Garten mit direktem Blick auf den Muckross Lake umzusehen.

Der erinnert ein wenig an viele der Gärten, die wir hier schon gesehen haben. Subtropische oder mediterrane Pflanzen in englischen Gärten. Aber dennoch unbedingt sehenswert.

Bei der Weiterfahrt müssen wir einige Male entgegenkommenden Kaleschen ausweichen, aber Seamus und Max kriegen das alles locker hin. Und zum Abschluss gibt es natürlich noch ein Foto von den beiden, für das Seamus sogar seine Sonnenbrille abnimmt.

Fazit: Ziemlich teuer, aber in der Summe durchaus lohnend und mit Seamus als "Entertainer" auch sehr kurzweilig.

  • Stand des Berichtes: September 2003
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