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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Robben auf kleinen Felsinseln bei Garinish Island.

Robben

Auf dem Weg nach Ilnacullin (Garinish Island) geben sich die Skipper alle Mühe, möglichst dicht an einigen kleinen Felsen vorbeizufahren.

Der Grund offenbart sich schon von weitem: Auf ihnen aalen sich viele Robben in der Sonne. Diese haben sich offenbar an das Schauspiel gewöhnt und nehmen das Interesse aus dem stinkenden, lärmendenden Kasten gelassen hin.

Bei einer von ihnen haben wir sogar das Gefühl, dass sie uns zuwinkt. Ein, wie wir finden, wenig naturnahes Verhalten.

Sei es drum, eines ist auf jeden Fall klar: Hier sind die Robben vor Verfolgung relativ sicher. Das ist nämlich nicht überall so.

Besonders bei den Fischern stoßen die noch etwa 2.000 bis 3.000 Robben, die in Irischen Gewässern leben, auf wenig Gegenliebe. Gelten sie doch mit ihrem enormen Appetit als Nahrungskonkurrenten des Menschen.

Adrian, unsere Angelguide, mit dem zusammen wir auf Congerfang waren, erzählte uns, dass die Robben von den Fischern illegal gejagt werden. Er selbst hat schon Robben gefunden, die ein Einschussloch im Kopf hatten.

Und im Pub hätte ihm jemand mal voller Stolz erzählt, er habe in einer einzigen Nacht 26 Robben getötet.

Das sei auch die Art, wie die Fischer dabei vorgehen: Nachts mit einer starken Taschenlampe losziehen und die wehrlosen Robben, die durch den Lichtschein zusätzlich irritiert sind, einfach abknallen.

Dabei, so meinte Adrian, könnte man sehr viel mehr Geld damit verdienen, Touristen zu den Robben zu fahren. Mehr als sie je mit Fischerei einnehmen könnten. Aber nein, da führt kein Weg rein, sie waren schon immer Fischer und würden auch immer Fischer bleiben.

Wer noch mehr über Robben und andere Meeressäuger wissen möchte, dem sei eine der Beobachtungsfahrten empfohlen, die man in der Gegend buchen kann, zum Beispiel die "Seafari" in Kenmare. Mit etwas Glück kann man dann auch Wale und Delfine beobachten.

  • Stand des Berichtes: September 2003
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