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Im Fischereihafen von Castletownbere

Fischreihafen von Castletownbere

Der Fischreihafen von Castletownbere ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Zunächst einmal sind wir erstaunt zu lesen, dass er im zweitgrössten Naturhafen der Welt liegt.

Wir haben zwar nicht herausgefunden, welches der größte Naturhafen ist, nehmen die Aussage aber mal so hin. Denn die geschützte Bucht, die durch die vorgelagerte Insel "Bere Island" mit nur schmalen Durchfahrten zur offenen See entsteht, hat wirklich riesige Ausmaße.

Viel wichtiger ist die Stellung von Castletownbere als wichtigster irischer Fischereihafen für Whitefish. Zu Whitefish werden Fischarten wie Dorsch, Pollack, Schellfisch, Wittling, Köhler aber auch Conger und Lippfisch gezählt. Außerdem werden hier Lobster und Krabben, Tintenfische, Seezunge, Steinbutt, Petersfisch, Meerengel (Monkfish) und natürlich Hering und Makrelen angelandet und angeboten.

Direkt am Hafen befindet sich ein kleiner Laden, in dem man die frisch gefangenen Fische kaufen kann. Wenngleich der den Vergleich mit den Läden im bretonischen Le Guilvinec nicht mithalten kann, bietet er doch willkommene Abwechslung auf dem Tisch.

Gelegentlich finden am Hafen auch Fischversteigerungen statt, jedoch hatten wir leider nicht das Glück, einmal zur richtigen Zeit vor Ort zu sein.

Im Übrigen: Die Unterscheidung zwischen den Whitefish und anderen Fischgruppen ist durchaus wichtig. Auf den Fotos rechts sieht man auch ein recht neues rotes Fischereischiff am Pier. Eine teure Investition von ca. 8,5 Mio. €. Es hat bislang (Ende September 2003) noch keine Ausfahrten unternehmen können und kostet den Besitzer ca. 10.000 € pro Woche.

Der Grund: Es fehlt die Lizenz. Das Boot ist nämlich für den Fang von Hering und Makrelen vorgesehen. Der Besitzer wollte dafür eines seiner Whitefish - Boote ausmustern und hoffte, dessen Lizenz auf das neue Boot übertragen zu können.

Dies war indes nicht möglich, denn es gibt in der EU Tonnagegrenzen für verschiedene Fischfangmethoden. Und die sind für Makrele / Hering in Irland voll ausgeschöpft. So bleibt dem Boot nichts anderes übrig als zu warten, bis eine Lizenz frei wird, was Monate dauern kann.

  • Stand des Berichtes: September 2003
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