Neue Berichte über Insel Livø und Mønsted Kalkgruben
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Chambord
Chambord gilt als das eigenwilligste
Loire - Schloss. Und das fängt schon bei seiner Lage an.
Das zugleich größte Schloss an der Loire liegt nämlich gar nicht
an der Loire, sondern ca. 5 Kilometer entfernt.
Dafür allerdings innerhalb eines riesigen Parks, der zur Jagd diente und
auch heute noch einen großen Wildbestand aufweist.
Man nähert sich dem Schloss auf einer Allee, die schon von weitem die Pracht
des Schlosses erahnen lässt.
Das eigenartigste an Chambord sind die vielen Helmchen und Türmchen und ähnliche
Verzierungen auf dem Dach. Von einer Dachterrasse aus kann man sie aus nächster
Nähe bewundern.
Man sagt, Chambord habe so viele Kamine, wie das Jahr Tage hat. Wobei allerdings
nicht überliefert ist, ob man dabei die Schaltjahre berücksichtigt hat ;-).
Im Kern besteht das Schloss aus drei identischen Etagen, in denen jeweils vier
Hallen entlang eines griechischen Kreuzes angeordnet sind.
Die Hallen sind identisch unterteilt in Gemächer für die Herrscher, Vergnügungsräume,
Salons und natürlich Räumlichkeiten für die engsten Bediensteten.
Im Zentrum des Kreuzes befindet sich eine weitere Besonderheit: Die doppelläufige
Wendeltreppe. Dabei sind zwei Treppenläufe sozusagen gegenläufig angeordnet.
Auf diese Weise können sich zwei Personen, die unterschiedliche Läufe
benutzen, nicht begegnen.
Die Treppe wird übrigens Leonardo da Vinci zugeschrieben, der ja die letzten
vier Jahre seines Lebens in Amboise verbracht hat.
Chambord wurde erstmalig in seiner heutigen Eigenwilligkeit fertiggestellt unter
Francoise dem I., dessen Wappen, der feuerspeiende Drachen, über 700 Mal
im Schloss vertreten ist. Als Deckenverzierung, als Schnitzerei an der Tür, einfach
überall.
Unglücklicherweise ist nur ein geringer Teil des Mobiliars erhalten. Das
sind ein Tisch und ein Kachelofen aus Meißen. Der Rest wurde nach der Revolution
verkauft. Die Stücke, die man heute im Museum sieht, sind Rekonstruktionen
oder Originale aus anderen Quellen.
Jetzt aber erst einmal genug Geschichte, auf geht es in die frische Natur.
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