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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Blick vom Fugletarn (Vogelturm)

Vogelschutzgebiet Tipperne

Die Tipperne (dänisch: tip-per-ne: "die Spitzen") sind eine Halbinsel im Ringkøbingfjord an seiner Südseite. Sie sind durch Wiesen und kleine eingeschlossene Gewässer geprägt und so ein wahres Vogelparadies.

Wir fahren nach Süden bis Nymindegab, kurz dahinter biegt man dann nach links ab, die Tipperne sind bereits angeschrieben.

Die Straße führt dann einige Kilometer durch Wiesen und Auen, ehe man schließlich an einem Informationscenter ankommt.

Von hier aus ist der Weg zu zwei Beobachtungstürmen (Fugletarn) ausgeschildert. Einer davon an der Nordspitze der Halbinsel, der andere im Innern, an einem kleinen See.

Der erste ist allerdings, zumindest mit dem Auto, nur sonntags früh zu erreichen. Der zweite befindet sich gut getarnt am Waldrand. Vom angrenzenden Parkplatz sind es nur ein paar Schritte hin und ein paar weitere hoch ;-). Die Stufen sind etwas steil, aber der Turm ist in gutem Zustand.

Der Blick von hier oben ist im Übrigen auch ohne Vögel schön und lohnend. Man sieht Wiesen und Weiden, Bündel von Schilf für das nächste Dach sowie einen See. Zu dieser Jahreszeit ist die Vogeldichte nicht besonders hoch, da es noch kaum Zugvögel gibt. Aber das wird sich schon bald ändern.

Zurück im erwähnten Informationszentrum erfährt man Genaueres. Hier befindet sich ein großer verglaster Aussichtsstand, der auch als Ausstellungsfläche dient.

So kann man die gerade erworbenen Kenntnisse gleich in der Praxis überprüfen. Für professionelle Beobachtung ist der Stand allerdings weniger geeignet, da seine Verglasung gute, scharfe Fotos verhindert.

Tafeln erklären den Vogelzug, welche Vögel wann anzutreffen sind, die Geschichte des Vogelschutzgebietes und vieles mehr.

Einige Vögel sind in Lebensgröße dargestellt und man kann raten, um welche es sich handelt. Die Auflösung befindet sich an einer Tafel.

Überhaupt sind alle Beschreibungen neben Dänisch auch auf Englisch und Deutsch aufgeführt.

Das Informationscenter ist daher, nach unserer Auffassung, für interessierte Touristen eine wertvolle Hilfe, sich in der vielfältigen Vogelwelt zurechtzufinden. Der erfahrene Vogelbeobachter wird wahrscheinlich ohne diese Infos auskommen und nur gelegentlich die Toilette benötigen, die sich auch dort befindet.

Im Übrigen ist es sinnvoll, sich auch in der Nähe umzusehen. Neben den Vögeln, die man durch das Fenster sieht, sieht man nämlich mitunter auch welche am Haus.
An der Rückseite haben sich Nebelschwalben niedergelassen, die dort ihre Jungen aufziehen. Selbst jetzt, im August sind viele Jungvögel zu beobachten. Wir wissen nicht genau, ob es sich um eine zweite Brut handelt oder ob diese Vögel immer so spät brüten.

Auf jeden Fall lohnt es, sich 10 Minuten unter die Nester zu stellen und möglichst wenig zu bewegen.

Dann hört man nicht nur die Jungvögel sondern sieht gelegentlich auch mal einen das Köpfchen raus strecken oder einen Altvogel Futter bringen oder das Nest ausmisten.
Schade, dass es immer wieder zeitgenössische Touristen gibt, die mit dem Auto um das Haus herum fahren und so die Brut stören.

Wir treffen aber auch viele wirklich Interessierte, die die Natur genießen wollen und nicht im Auto an den schönsten Plätzen vorbei fahren.

Wie zum Beispiel das deutsche Ehepaar, das uns hier begegnet, die ein Ferienhaus in Bork Havn gemietet haben und jetzt mit dem Fahrrad durch die Tipperne unterwegs sind. Auf rund 20 Km kommen sie so am Tag. Typisch Dänisch ganz gemütlich.
  • Stand des Berichtes: August 2008
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