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Sandskulpturenfestival 2008 in Søndervig

Sandskulpturenfestival 2008 Søndervig

Das (wahrscheinlich) einzige Spektakel in Søndervig, nachdem wir das Elvis Presley Museum nicht mehr gefunden haben.

Alljährlich werden hier von internationalen Künstlern Figuren aus Sand geformt. Die so entstandenen Kunstwerke kann man dann, je nach Wetter, für 3 bis 4 Monate besichtigen.

Ein Besuch lohnt durchaus, wenngleich ein wenig Etikettenschwindel schon dabei ist: Die Figuren bestehen zwar aus Sand, der stammt aber nicht vom Strand sondern aus einer nahen Kiesgrube.

Wer aber bereit ist, die 35,- DKK Eintritt zu zahlen (rund 5,-€), dem ist das  am Ende auch egal. Wenn man erst einmal vor den zum Teil monumentalen Werken steht, wird man schnell komplett entschädigt.

Da sind erst mal die nackten Zahlen: Für eine 4 Meter hohe Figur braucht man 12 Tonnen Sand und etwa 60 Stunden Arbeit. Aber viel mehr wiegen ihr künstlerischer Ausdruck, ihr Detailreichtum, die Ideen, die sie ausdrücken.

Eine ganze Front des Ausstellungsareals wird in diesem Jahr (2008) von einem Relief zum technischen Fortschritt im Transportwesen eingenommen. Das Werk wurde geschaffen von einer Gruppe junger Künstler aus verschiedenen Ländern.

Darüber hinaus finden sich Skulpturen von Künstlern aus Spanien, Holland, Estland, Deutschland, Belgien, Peru, Dänemark und anderen.

Die Themen sind mindestens ebenso vielfältig wie die Künstler. Vom schon erwähnten technischen Fortschritt über die Frage nach der Rolle der Frau in der Gesellschaft bis hin zu eher praktischen Themen wie der Flüchtlingsproblematik vor der spanischen Küste oder der Rettung Schiffbrüchiger auf See, einem Thema, das in Dänemark immer aktuell ist.

Die Ausstellung wird ergänzt durch einige Holzskulpturen auch von internationalen Künstlern.

Mittlerweile sind einige der Sandskulpturen beschädigt. Großflächige Fotografien zeigen ihren ursprünglichen Zustand. Insbesondere die Figur "Finding Zero" des holländischen Künstlers Wilfred Stijger hat es schwer getroffen: Ihr fehlt die Figur auf der Spitze.

Wir finden dazu am Rande der Ausstellung eine Zeitungsnotiz. Die erwähnt, dass 3 der Skulpturen mutwillig zerstört wurden. Das, so sagt dort der Veranstalter Erik Frederiksen, sei besonders ärgerlich. Nicht nur wegen der rund 150.000 Kronen (ca. 20.000 €) Schaden, es ist auch nicht möglich, die Statuen zu reparieren. Immerhin sind die Künstler über die ganze Welt verstreut.

Mutwillige Beschädigungen sind in den letzten Jahren auch schon passiert. 2007 wurden zudem Figuren durch Regen beschädigt. Man hat deshalb nachts Hundewachten eingesetzt, die aber an diesem Tag noch nicht aktiv waren. Zukünftig denkt man auch über eine Videoüberwachung nach. Irgendwie schade, dass es offenbar immer ein paar Idioten gibt...

Aber mal weg von diesem unschönen Thema.

Es ist übrigens kein Problem, auch Kinder hierher mitzunehmen. In einem eigens angelegten riesigen Sandkasten könne die sich selbst als Künslter probieren.

Und wer vom vielen Kunstgenuss durstig oder hungrig ist, kann sich am Imbissstand mit Getränken oder einer der berühmten Pølser versorgen.

Fazit: Wirkliche Kunstwerke mit erstaunlichem Detailreichtum. Macht absolut Spaß.


Weiterführende Links:

  • Stand des Berichtes: August 2008
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