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Neu: Was wid aus Rubjerg Knude?

Tilsandede Kirke - Die versandete Kirche bei Skagen.

Versandete Kirche

Unweit von Skagen befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit. Es handelt sich um den Turm der Laurentiuskirche aus dem 14. Jahrhundert.

Im Mai 1775 wurden Teile der Kirche in einem kräftigen Sturm aus Nordwest vom Sand begraben. Neben der Kirche war übrigens auch ein kleiner See Opfer der Sandmassen geworden.

Der Kampf gegen den Sand wurde 1795 aufgegeben und die Kirche auf Anordnung des Königs geschlossen. Im Jahre 1810 wurde ihr Schiff abgerissen und die Steine zum Bau neuer Häuser in Skagen verwendet. Der Turm blieb stehen und diente, auffällig weiß angestrichen, fortan als Seezeichen.

Heute sind vom Kirchenschiff nur noch einige Mauerreste am Turm übrig. Die ursprüngliche Form der Kirche ist mit Pflöcken im Sand kenntlich gemacht.

Man erreicht die Kirche über die Strasse von Skagen nach Ålbæk. Von dort ist ein Parkplatz gut ausgeschildert. Von hier geht es zu Fuß weiter. Der Weg zur Kirche ist gut ausgebaut, es gibt sogar einen Zugang für Rollstuhlfahrer.

Die Kirche taucht dann plötzlich hinter einigen Sandhügeln auf und leuchtet dem Wanderer strahlend weiß entgegen. Allerdings: In dem Zustand in dem sie sich heute befindet, bedarf es einer gewissen Phantasie, sich das Bauwerk als Kirche vorzustellen. Von den Sandeinbrüchen ist auch nichts mehr wirklich zu sehen, die Umgebung ist mittlerweile durch Pflanzenbewuchs stabilisiert.

Der Leuchtturm Rubjerg Knude, der im Moment im Flugsand versinkt, wirkt deutlich dramatischer.

Dennoch: Das Land, das heute wie ein hügliges Stück Heide wirkt, war früher einmal moorig. Und alleine das macht die Kraft des Sandes deutlich, der sich der Mensch ein weiteres Mal auch hier beugen musste.

Fazit: Absolut einen Besuch wert und wen die Kirche nicht interessiert, der kann auf den vielen ausgezeichneten Wanderwegen einige Kilometer unter die Stiefel nehmen.

  • Stand des Berichtes: Juni 2004
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