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Neu: Was wid aus Rubjerg Knude?

Die alten Packhäuser am Hafen beherbergen heute Fischrestaurants.

Hafen in Skagen

Der Hafen von Skagen ist mehr als der bedeutendste Wirtschaftsfaktor. Er ist sozusagen das zentrale Element, an dem sich der gesamte Ort ausrichtet.

Das Wachstum des Ortes ist eng an das des Hafens geknüpft.

Dieser wurde erst 1907 eingeweiht. Mittlerweile zählt er zu den größten Fischereihäfen Dänemarks. Folgerichtig sieht man überall Fischereiboote, vom kleinen Kutter bis zum großen Trawler.

Auf allen freien Plätzen liegen Netze herum, es gibt Kühlhäuser aber auch die typischen Packhäuser, in denen die Geräte untergebracht und der gefangene Fisch verkauft wird.

Besonders berühmt sind die kleinen Packhäuser am Sportboothafen (s. Foto oben). Sie wurden von dem bekannten Architekten Thorvald Bindesbøll 1905 entworfen. Noch heute wird hier Fisch gehandelt, wenngleich die meisten der Häuser mittlerweile Fischrestaurants sind.

Hier gibt es alles, was man sich in punkto Fisch vorstellen kann. Und zwar in allen Geschmacksrichtungen und in allen Preisklassen. Von edel vornehm bis Fast Food. Mehr darüber im Beitrag unten.

Aber der Hafen dient nicht nur dem Fischfang. Es gibt auch einen Fährhafen, von dem aus eine Fährverbindung nach Norwegen bterieben wird. Darüber hinaus fallen im Hafen Kriegsschiffe auf, es existiert wohl auch eine Marinebasis.

Das wichtige aber auch gefährliche Seegebiet an der Grenze zwischen Nordsee und Ostsee (die einzige natürliche Verbindung der Ostsee mit einem anderen Meer) hat schon viele Schiffskatastrophen gesehen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass das Rettungswesen hier schon immer eine wichtige Rolle spielte.

An den aufopferungsvollen Einsatz vieler (oft namenloser) Helfer erinnert eine Statue am Hafen.

Aber vielleicht geht ihr einfach mal selbst auf Erkundungstour. Vielleicht entdeckt ihr auch den Fischer auf einer Bank im Schatten (oder in der Sonne - je nachdem).

Oder ihr wundert euch vielleicht über die vielen Boote mit Schwedischen Fahnen im Sportboothafen, die offenbar nichts weiter zu tun haben, als kistenweise Tuborg oder Carlsberg an Bord zu hieven. Nun, wer schon mal in Schweden war und das Bier dort (und seinen Preis) kennt, der wundert sich vielleicht nicht mehr.

Unser Fazit: Der Hafen hat sicherlich nicht das schönste Ambiente, ist aber dennoch sehenswert. Wer in Skagen ist, muss unbedingt hierher.

Fisch essen am Hafen

Wir haben bie jedem unserer Aufenthalte in einem der Restaurants in den Packhäusern gegessen und es nie bereut. Auch die günstigeren Restaurants bieten absolut leckeres Essen an. Der Preis für ein vollständiges Menü (mit Getränken) liegt bei ca. 15 € pro Person, was für Dänische Verhältnisse nicht teuer ist.

Dafür muss man sich das Essen allerdings selbst holen und damit leben, dass man Einweggeschirr und -besteck bekommt.

2004 bei "Wittco", z.B. kostete eine Portion ca. 60,- DKK (rund 8,- €), das Bier fast noch mal so viel, sodass sich die gesamte Rechnung für zwei Personen auf ca. 250,- DKK belief, was ungefähr 34,- € entspricht. 2006 im "Jollehuset" verhielt es sich ähnlich.

Wer unschlüssig ist, was er bestellen soll, dem geben wir den Rat, vor allem nach einheimischen Produkten zu suchen. Diese können saisonal variieren, deswegen ist es schwer, eine Empfehlung zu geben. Im Frühjahr beginnt die Saison mit Hering (Sild) und Hornhecht (Hornfisk). Mitte Mai bis Ende Juni ist die beste Zeit für Scholle, die hier Rødspætte (etwa "Rotgepunktete") heißt. Darüber hinaus werden in den Gewässern in der Nähe auch Dorsch, Makrele und Aal gefangen.

Unser "Geheim"tipp: Scholle. Falls vorhanden, unbedingt probieren! Scholle wird meist "smørstegt" (in Butter gebraten) angeboten. Besonders lecker ist noch die Variante "fyldt smørstegt" - Gefüllte Scholle in Butter gebraten. Da sind dann meist noch Krabben drin.

Es ist natürlich nicht nur das Essen selbst sondern vor allem die Atmosphäre im Freien direkt am Hafenbecken. Im Sommer muss man sich dieses Erlebnis natürlich mit vielen Touristen teilen. Deswegen empfiehlt sich ein Besuch in der Vor- oder Nachsaison.

  • Stand des Berichtes: Juni 2006
  • Aktualität geprüft: August 2009
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