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Neu: Was wid aus Rubjerg Knude?

Blick auf den Kalkbruch vom Museum aus.

Geomuseum Faxe

Das Geomuseum Faxe liegt direkt oberhalb des Kalkbruchs. Das neue Gebäude wurde im Juni 2009 eröffnet.

Das Museum "erzählt über das faszinierende Korallenriff, das hier vor 63 Millionen Jahren entstanden ist" [1].

Und in der Tat vermittelt das Museum sehr anschaulich zum Einen die Entstehung des Kalks in der Erdgeschichte, zum Anderen aber auch die 900 jährige Geschichte seines Abbaus. Vom Mittelalter bis heute, da wir vor dem "größten Loch Dänemarks" stehen.

Auf dieses Loch hat man übrigens ständig einen wunderbaren Ausblick. Große Panoramafenster sorgen dafür, dass man fast ständig Blickkontakt zum Gegenstand des Museums halten kann.

Die Geschichte des Kalkabbaus ist natürlich auch die Geschichte der Verwendung des Kalks. So wird gezeigt, wie der Kalk im Mittelalter das Bauwesen revolutioniert hat, wie er beim Bau von Kirchen und später auch immer mehr zum Bau von Häusern genutzt wurde, wie Leuchttürme durch das strahlende Weiß besser sichtbar wurden usw.

Im ersten Stock des Museums konzentriert man sich dann auf die Entstehungsgeschichte des Kalks.

Der Kalk wurde vor allem von Korallen im Wasser eines Urzeitmeeres geschaffen. In dem Kalk sind viele Einschlüsse (Fossilien) anderer Lebewesen enthalten, sodass man einen guten Eindruck von Fauna und Flora jener Zeit hat, kurz nachdem die Dinosaurier ausgestorben waren.

Verschiedene Zeichen deuten darauf hin, dass sich der Wasserstand im Laufe der Zeit mehrmals verändert hat. Es gibt nämlich Fossilien unterschiedlicher Tiefe an gleicher Stelle. Die Ursachen dafür sind unbekannt.

Die meisten Korallen von Faxe sind jedoch mit heutigen Tiefwasserkorallen vergleichbar, weswegen man davon ausgeht, dass das Wasser mindestens 100 Meter tief war.

Sicher ist jedoch, dass die Tierwelt sehr reichhaltig war und viele Raubtiere von Haien über Tintenfische bis zu Krokodilen anlockte.

Alle Beschriftungen im Museum sind übrigens neben Dänsich auch auf Englisch, leider nicht auf deutsch. Wie bereits im Beitrag über den Kalkbruch erwähnt, kann man hier auch Werkzeug für eigene geologische Untersuchungen ausleihen und nicht zuletzt: Ist man müde vom vielen Erkunden, lädt ein Café zum Verweilen ein.

Fazit: Sehr sinnvolle Ergänzung zum Besuch des Kalkbruchs selbst.

Leuchtturm von Valby Bakke

Eine nette kleine Geschichte am Rande: Im Erdgeschoss befindet sich ein Modell des Leuchtturms von Valby Bakke. Natürlich weil dieser, wie üblich, mit Kalk aus Faxe geweißt wurde.

Allerdings: Der Turm war eigentlich nie ein Leuchtturm im herkömmlichen Sinne. Er wurde 1883 auf dem Gelände der Carlsberg Brauerei in Valby erbaut [4] und enthielt auch eine Pförtnerwohnung. Das behauptet man jedenfalls hier im Museum.

Damals lag Valby weit außerhalb der Stadt und auf dem höchsten Punkt. Den Turm gibt es heute noch, aber die umgebenden Gebäude sind alle höher als er und das Wasser ist nicht mehr zu sehen.[3]

Zu Zeiten seiner Errichtung leuchtete er, dank Elektrik, weithin sichtbar in die Straßen Kopenhagens und bis in den Hafen von Kalvebod Strand.

Das Licht blinkte übrigens nicht, wie sonst bei Leuchttürmen üblich, sondern leuchtete ständig. [4]

  • Stand des Berichtes: August 2010
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