Das Rubjerg Knude Museum im Strandfogedens gård.
Rubjerg Knude Museum
Das Museum befindet sich im alten Haus des Strandvogts (Strandfogedensgården) an der Straße nach Lønstrup. Kommt man von Løkken, liegt es auf der rechten Seite, ca. 2 Kilometer bevor man zum Leuchtturm abbiegt.
Bis zum Jahr 2002 befand sich das Museum bei den Gebäuden am Leuchtturm. Dann musste es den Sandmassen weichen. Seither erwartet es hier seine Gäste. Beruhigend: Die nächste Verlagerung ist wohl erst in ca. 300 Jahren fällig ;-).
Das Museum zeigt Ausstellungen zur Natur und Kulturgeschichte der Gegend. Unter anderem wird genau erklärt, wie die bemerkenswerte Formation hier entstanden ist. Das Eis der letzten Eiszeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es schob einen großen Teil der heutigen Steilküste zusammen. Ein 12 Km breites Stück wurde dabei auf 6 Km zusammengepresst. Dadurch entstanden Schichten und Gesteinslagen, die heute an der Steilküste gut zu erkennen sind.
Die Sanddünen entstehen dadurch, dass der durch Wind, Wetter und Seegang abgetragene Sand keinen Zusammenhalt hat und vom Wind weggetragen werden kann. Das ist an der Mårup Kirke übrigens anders. Dort ist der Sand von Mergel durchzogen, weswegen er besser zusammenhält und nicht so leicht verweht. Deswegen bricht dort „nur“ die Küste weg und das Material wird vom Meer weggespült.
Das Museum erklärt all dies und noch viel mehr. An einigen kleinen Becken können Kinder die Kraft des Wassers nachstellen und selbst einen Leuchtturm "zu Fall" bringen. In einer weiteren Ecke erzählt ein Geologe (per Bildschirm) Details zur Lønstrup Klit.
Eine Zeitmaschine führt den Besucher zurück und erklärt, wie es hier früher aussah. Beginnend ab der Eiszeit über die Wikingerzeit bis heute werden Landschaftsbilder mit Geräuschen und Wind verknüpft und sollen so einen Eindruck von der jeweiligen Landschaft geben.
Darüber hinaus wird gezeigt, wie die Menschen schon seit langer Zeit dem Sand weichen müssen und z.B. auch ihre Kirchen mitnehmen. "Wie zieht eine Kirche um?" wird z.B. an einer Schautafel gefragt.
Ein Höhepunkt sind ohne Frage die Bilder der Rubjerg Knude von 2000 bis 2007, die auf einem Bildschirm nacheinander dargestellt werden. So kann man den Fortlauf der Düne gut erkennen.
Die Informationen, die das Museum liefert sind sicherlich sehr interessant. Allerdings bei aller Lebendigkeit dominieren doch die Schautafeln und langen Texte. Noch dazu sind diese alle auf Dänisch. Es gibt keine englischen oder gar deutschen Übersetzungen. Daher ist das Museum vor allem für diejenigen geeignet, die schon ein gewisses Interesse an dem Stoff mitbringen.
Dennoch: Anhalten lohnt, schon allein wegen der vielen Bilder und schließlich gibt es auch ein kleines Café und ein paar Sitzbänke, wo man sich von einer Wanderung ausruhen kann. Und da hier auch Wanderwege entlang führen, kann man den Hof gut als Ausgangs- und Endpunkt für Wanderungen entlang der Küste wählen.
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