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Panorama über den nördlichen Teil des Ringkøbing Fjords.

Zustand und Wasserqualität des Ringkøbing Fjords

In den letzten Jahren wurden erhebliche Bemühungen unternommen, die Wasserqualität des Ringkøbing Fjords zu verbessern.

Seit dem Bau der Schleuse gelangte nicht mehr sehr viel Meerwasser in den Fjord, sodass dieser heute im wesentlichen Süßwasser führt.

Ende der 1970er Jahre begann die Wasserqualität stark abzunehmen. Besonders durch die Eintragung großer Nährstoffmengen durch Dünger aus der Landwirtschaft hatten sich Algen stark vermehrt, was zu vielen Problemen führte:

Die durch die Algen herbeigeführte Wassertrübung reduzierte die Sichtweite von 2 bis 3m noch zu Beginn der 1970er Jahre auf zuletzt nur 50 cm. Unterhalb von 60 cm Wassertiefe gab es keinen Pflanzenwuchs mehr. Damit verbunden war ein Rückgang der im Fjord lebenden Tier- und Pflanzenarten.

Die vermehrt auftretenden Algen nehmen aber nicht nur den Wasserpflanzen das Licht. Sie verbrauchen auch sehr viel Sauerstoff, wodurch ein Sauerstoffmangel entsteht. Dieser kann im Extremfall zu Massentserben der Wasserfauna führen. Zu ihr gehören kleine Krebstiere, Schnecken, Borstenwürmer, Muscheln und Krebse, die ihrerseits Nahrungsgrundlagen von Fischen und Seevögeln sind.

Was kann man dagegen unternehmen?

Im Wesentlichen bestehen die Maßnahmen aus zwei Komplexen. Zum einen kommt es darauf an, die Nährtsoffzufuhr zu begrenzen. Deswegen sind in den vergangenen Jahren verschärfte Auflagen für die Phosphor- und Stickstoffeinleitungen durch Kläranlagen der Städte, der Fichzuchtbetriebe und der Landwirtschaft im Einzugsbereich in Kraft getreten.

Zum anderen soll der Salzwassergehalt des Fjords deutlich erhöht werden. Dies soll durch eine veränderte Schleusenpraxis in Hvide Sande erreicht werden.

Diese regulieret den Wasserstand bis in die 1980er Jahre hinein alleine nach den Erfordernissen der umliegenden landwirtschaftlichen Gebiete. Seit 1987 soll nun durch das Schleusen ein größerer Wasseraustausch stattfinden und mehr Salzwasser in den Fjord gelangen.

Dadurch erhofft man sich eine stabilere Brackwasserflora und -fauna. Die hauptsächlich vorkommenden Blaugrünalgen haben schlechtere Wachstumsbedingungen bei erhöhtem Salzgehalt des Wassers.

Außerdem führt die veränderte Schleusenpraxis dazu, dass die Nährstoffe aus dem Fjord hinaus gelangen und das Wasser durch nährstoffärmeres Wasser ersetzt wird.

Welche Fortschritte diese Schritte bis jetzt bewirkt haben konnten wir nicht genau herausfinden. Der lange Zeitraum, in dem diese Bemühungen jetzt durchgeführt werden macht aber deutlich, dass es sehr schwer ist, ein einmal zerstörtes Gleichgewicht der Natur wieder herzustellen.

Quellen und Links

  • Stand des Berichtes: August 2008
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