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Panorama über den nördlichen Teil des Ringkøbing Fjords.

Ringkøbing Fjord

Um es vorwegzunehmen: Was die Dänen Fjord nennen, hat nichts zu tun mit dem, was wir Deutschen uns so vorstellen, wenn wir hauptsächlich an die norwegischen Fjorde denken.

Die sind bekanntlich langgestreckt, tief, führen Salzwasser und sind von hohen Bergen umgeben. Ganz anders der Ringkøbing Fjord. Etwas eiförmig erscheint er auf der Karte, ein großer blauer Fleck.

Und wenn man sich ihm nähert wird schnell klar: Berge gibt es hier eher nicht. Von den Dünen an der Nordseeseite mal abgesehen. Aber das sind ja nicht wirklich Berge.

So ist der Ringkøbing Fjord auch eher eine Lagune als ein Fjord. Er hat eine Fläche von rund 300 Km² und ist sehr flach. An seiner tiefsten Stelle gerade einmal 4,5 m und ca. 50% des Fjordes ist weniger als 1,5 m tief.

Im Westen wird er durch eine schmale Landzunge zur Norsee hin abgeschlossen. Diese Landzunge nennt sich Holmsland Klit, ist rund 30 Km lang und an der schmalsten Stelle nur wenige hundert Meter breit.

Das Wasser im Fjord wird durch viele Zuflüsse gespeist, besonders durch die Skernå. Das Einzugsgebiet des Fjords umfasst eine Fläche von fast 3.500 Km², das sind knapp 8% der Fläche Dänemarks.

Schon immer haben sich diese Wasser einen Weg durch das Holmsland Klit in die Nordsee gesucht, wurde aber umgekehrt auch Wasser aus der Nordsee in den Fjord gedrückt. Diese Durchbruchsstelle ist in der Geschichte oft gewandert. Erst seit zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Durchbruch bei Hvide Sande betoniert wurde und die dortige Schleuse seit 1931 den Zufluss des Wassers regelt, wandert diese Stelle nicht mehr.

Das Wasser im Fjord ist Brackwasser. Seit der Regulierung ist aber immer weniger Salzwasser in den Fjord gelangt, sodass er heute fast reines Süßwasser führt.

Seine flachsten Stellen sind ein besonders wertvolles Areal für Zugvögel. Hier sind besonders die südlichen Ufer zu nennen, denn die fallen besonders flach, bilden großflächige Wiesen und Feuchtgebiete. Besonders bekannt ist die Tipperne, wo man die gefiederten Besucher von vielen Punkten aus beobachten kann.

Einen solchen Vogelbeobachtungsturm seht ihr rechts am Rand. Seine Position haben wir auf unserer Karte vermerkt.

Aufgrund der geringen Tiefe bei großer Fläche ist der Fjord auch bei vielen Wassersportlern beliebt, allen voran bei Surfern oder Kitesurfern. Es gibt eine Reihe von Surfschulen um den Fjord herum, z.B. in Hvide Sande oder auch Bork Havn an der Südseite des Fjords.

Beliebte Standort zum Surfen und Kitesurfen gibt es auch an der Nordseite des Fjords, wie ihr in unserem Bericht über Kitesurfer am Ringkøbing Fjord lesen könnt.

Rund um den Fjord begegnen uns auch immer wieder Sportboothäfen, zum Beispiel in Ringkøbing und in Bork Havn.

  • Stand des Berichtes: August 2008
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