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Ranum Kirke mit ihren zwei Türmen ist unverkennbar.

Ranum Kirke

An Ranum mit seiner auffälligen Kirche mit den zwei Türmen sind wir bei unseren diversen Aufenthalten am Limfjord schon öfter vorbeigefahren.

Da wurde es Zeit, endlich einmal anzuhalten und das Bauwerk genauer anzusehen.

Die Anlage mit Kirchhof, Friedhof und auch die Kirche selbst machen einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Im Kontrast dazu steht nur das Eingangstor, dass etwas verrostet ist.

Die Kirche ist perfekt geweißt, von außen wie von innen. Als wir ankommen sind gerade einige Mitarbeiter damit befasst, sie zu säubern für den nächsten Gottesdienst herzurichten. Wir dürfen aber trotzdem hinein und uns die Kirche von innen anschauen.

Die Kirche ist noch relativ neu. Sie wurde 1909 anstelle einer alten Klosterkirche vom Architekten C.M. Smidt im romanischen Stil erbaut. Anfänglich schmückte sie ein einzelner, schmaler Turm in der Mitte der Kirche. Erst 1931 kam der heutige Doppelturm hinzu.

Hinter der dunkelroten Eingangstür befindet sich ein kleiner Vorraum. Wie die gesamte Kirche ist er geweißt und daher trotz der nur zwei kleinen Fenster relativ hell.

Auch der Innenraum der Kirche wirkt sehr hell, gar nicht düster, wie das in großen Kirchen sonst oft der Fall ist. Bereits vom Eingang aus blickt man auf das Schmuckstück der Kirche, das Altarbild.

Es wurde 1921 von Niels Larsen-Stevns geschaffen. Es nimmt den gesamten Ostgiebel ein und zeigt Christi Wiederkehr über der Stadt Ranum und seiner Umgebung. Man erkennt die Hauptstrasse in Ranum, Teil der alten Strasse Løgstør - Viborg. Heute gibt es freilich eine Umgehungsstrasse. Teile der alten Strasse sind aber immer noch als Radweg vorhanden.

Ein Gebäude in der Mitte mit fünf Schornsteinen soll die alte Schule sein, im Hintergund erkennt man den Limfjord, der diese Landschaft prägt. Aber auch das Kloster Vitskøl und der Wald von Trend sind zu erkennen.

Der Altartisch ist mittelaterlichen Vorbildern nachempfunden und enthält einen Schriftzug aus der Bergpredigt.

Auch das Taufbecken ist bemerkenswert, aus gehämmertem Kupfer, angefertigt nach Zeichnungen des Architekten der Kirche.

Die Kanzel ist mit einer Fahne verziert, die eine Kombination aus dem griechischen Zeichen für Christus und Alpha und Omega, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, darstellt.

Dreht man sich jetzt zurück, entdeckt man die Orgel. Sie wurde 1975 vom Orgelbaumeister Troels Krohn aus Hillerød erbaut und hat 26 Stimmen. Wir hätten sie gerne mal gehört, aber leider wurde sie gerade nicht gespielt.

Auch die beiden Glocken der Kirche hören wir nicht, wir haben wohl eine ungünstige Zeit ausgesucht. Eine der beiden Glocken stammt noch vom Kirchenbau 1909, die andere aus dem Jahr 1973.

Im nördlichen Seitenschiff der Kirche fällt noch ein goldenes Kruzifix auf, das von Erik Heide gefertigt und der Kirche im Jahre 2003 geschenkt wurde.

Unser Fazit: Klein aber fein. Eines der Kleinode am Wegesrand, die man nicht liegen lassen sollte.

  • Stand des Berichtes: November 2006
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