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Der Hafen von Nykøbing liegt sozusagen direkt in der Stadt.

Nykøbing Mors - Hauptort der Insel

Nykøbing Mors mit ungefähr 9.000 Einwohnern ist Verwaltungssitz, also Hauptstadt der Insel.

Sie wird beschrieben als alte Stadt (Stadtrecht seit 1299), die aber aufgrund mehrerer Großbrände ein junges Gesicht hätte. Ein alter Handelsplatz mit Hafen praktisch am Stadtzentrum. Und sogar einem eigenen Theater, wie wir einer Werbebroschüre entnehmen.

Wir tanken dort günstiger als anderswo (Zufall?) und machen uns dann auf einen kleinen Stadtspaziergang auf.

Was uns zuerst auffällt, sind viele Campingwagen auf einer Wiese zwischen Rathaus und Fjord. Dort finden sich nummerierte Plätze, fast wie auf Campingplätzen. Angesichts der Klos (so eine Art Dixi) vermuten wir aber eher einen provisorischen Charakter.

Vielleicht stehen die Wohnwagen im Zusammenhang mit dem Festzelt, weiter hinten am Hafen aufgebaut ist? Wir wissen es leider nicht.

Aber ein bisschen "strange" ist das schon – ein Campingplatz mitten in der Stadt.

Der Hafen liegt wirklich praktisch direkt im Stadtzentrum. Gleich neben dem Busbahnhof. Neben dem Sportboothafen ein (der zahlungsfähigen Kundschaft angepasstes) Restaurant, das "Belle Epoque".

Im Fischereihafen dümpeln ein paar Kutter rum. Im Limfjord wird heutzutage hauptsächlich der Fang von Muscheln betrieben. Wir beobachten, wie aus einem der Kutter der Fang mit einem Bagger entladen wird. Es stehen noch mehr Bagger hier rum, offenbar wird das öfter so gemacht.

Die Muscheln befinden sich in einer Luke und es sind nicht wirklich wenige. Mit dem Bagger werden sie in einen bereitstehenden Container verfrachtet. Was genau danach mit ihnen passiert, wissen wir zwar nicht, aber wir haben uns schon immer gefragt, wo z.B. die vielen Muscheln herkommen, die bei der Muschelfabrik an der Aggersundbrücke bei Løgstør angeliefert werden.

Der Hafen ist auch durchaus nett anzuschauen, aber für unsere Begriffe fehlt ihm so ein bisschen das Flair, das wir z.B. in Lemvig so gemocht haben.

Und auch die Innenstadt von Nykøbing kann uns nicht wirklich imponieren. Aber vielleicht ist es auch einfach nur die Hektik, die selbst solche Kleinstädte verbreiten, die uns abstößt, nach fast drei Wochen Stengaarden.

Es gibt schon viele interessante Ausblicke in der Stadt. Aber an den meisten Häusern werden die interessanten Fassaden durch Werbung verdeckt.

Dennoch, sei es ein kleines Kaffee mit einigen Tischen und Stühlen an der Tür oder das Hotel mit dem etwas morbiden Charme, angesichts der bröckelnden Fassade. Oder auch das malerische Hafenkontor mit der Touristeninformation.

Man findet schon ein paar nette Momente in der Stadt und es lohnt, sich vielleicht in eines der Cafés zu setzen und die Hektik um sich herum zu beobachten. Und ähnlich wie in Lemvig stößt man auch in Nykøbing immer wieder auf kleine Kunstwerke, die zu entdecken durchaus interessant ist.

  • Stand des Berichtes: Juni 2006
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