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Neu: Unser aktuelles Projekt: Ein Film über Dänemark

Das Moler Museum auf Morsø liegt unauffälig auf einem alten Hof.

Moler Museum

Wir sprachen schon vom Moler, aus dem Feggeklit besteht. Wer mehr über dieses einmalige Gestein erfahren möchte, dem empfiehlt sich ein Besuch im nahe gelegenen Molermuseum.

Es liegt ganz unscheinbar in einem alten Hof an einer Seitenstrasse der 581, der Strasse, die vom Feggesund in das Innere der Insel führt. Es ist von der Strasse aus ausgeschildert.

Im Übrigen liegt das Museum auf einem Hügel mit der besten Aussicht über den Feggesund, Feggeklit und den Limfjord. Alleine deswegen lohnt der Weg hierher.

Aber um Himmels willen nicht gleich wieder losfahren, sondern unbedingt reingehen. Für Dänische Verhältnisse hat das Museum paradiesische Öffnungszeiten: Bereits jetzt im Juni täglich von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

Der Preis von 50,- DKK pro Erwachsenem ist zwar nicht ganz so paradiesisch, aber angemessen. Für die Besichtigung steht ein kleiner Führer (Informationsbroschüre) mit Texten in Deutscher, Englischer und Niederländischer Sprache zur Verfügung.

Der Begriff "Moler" ist uns in Dänemark das erste Mal begegnet. Deshalb erklären wir in einem extra Beitrag, was sich hinter der Gesteinsform "Moler" verbirgt.

In Anbetracht der vielen Fossilien im Moler, ist das Museum natürlich voll davon.

Eines der beeindruckendsten Exponate ist der größte fossile Baumstamm Dänemarks, der 1998 in der Grube in Ejerslev gefunden wurde. Er hat eine konservierte Größe von 6,30m. Man geht aber davon aus, dass der Baum ursprünglich ca. 8,50m hoch war. Die Zellstruktur des Baumes ist so gut erhalten, dass sogar eine Artbestimmung möglich war: Sequoia lignende.

Das alles erfahren wir beim Rundgang durch das Museum. Zwar sind nicht alle Exponate deutsch beschriftet, aber wir haben ja unsere Infomappe und ein bißchen Dänisch verstehen wir mittlerweile ja auch.

Was uns besonders gefällt: Hier werden die Exponate nicht einfach aneinander gereiht. Vielmehr wird versucht, die frühe Vergangenheit erlebbar zu machen. Rekonstruktionen vermitteln einen Eindruck davon, wie es ausgesehen haben mag im Wald der Urzeit. Oder wie bestimmte Fischarten sich vielleicht einem Angler der Urzeit präsentiert hätten, wenn es die damals schon gegeben hätte...

Ein besonderes Erlebnis: Man kann selbst Steine „aufklappen“ und entdecken, was in ihnen steckt. Und wem das nicht genug ist, der kann im angeschlossenen Steinbruch selbst in der Molererde graben und vielleicht ein interessantes Fossil entdecken.

Wir meinen: Unbedingt besuchen, ist sogar eine extra Reise nach Morsø wert.

  • Stand des Berichtes: Juni 2006
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