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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Feggeklit mit Blick über den Feggesund. Links am Rand der Fähranleger.

Feggeklit

"Es ist was faul im Staate Dänemark." Dieses Zitat aus dem Hamlet kennt wohl jeder, auch wenn er nichts mit Shakespeare am Hut hat. Und wir betreten gerade das Land, in dem sich ein Teil der Sage abgespielt haben soll, nämlich Feggeklit.

Das ist eine Klippe, die sich schroff aus der umliegenden, flachen Landschaft des Feggesunds erhebt. Man findet sie links der Strasse. Eine kleine Holztreppe führt hinauf. Man kann leicht daran vorbeifahren, einen richtigen Parkplatz gibt es auch nicht, aber man kann durchaus am Fahrbahnrand parken. Oder vielleicht vom Parkplatz am Kro aus hierher laufen.

Und der Aufstieg lohnt, auch wenn es nur ein paar Meter sind, die man sich über den Sund erhebt. Von hier oben hat man nicht nur einen fantastischen Blick über den Limfjord. Man betritt eben auch sagenumwobenen Boden.

So soll genau an dieser Stelle Prinz Hamlet seinen Onkel König Fegge getötet haben als Rache an dessen Mord an Hamlets Vater Horvendil. Seit 1928 steht hier ein vom Fremdenverkehrsverband Morsø errichteter ;-) Gedenkstein, der an dieses Ereignis erinnert.

Stellt euch einfach mal 5 Minuten vor den Stein, schließt die Augen und geht in euch. Spürt ihr auch den Hauch der Geschichte, den Atem der Märchen- und Sagenwelt? Nein? Dann aber mindestens die Aura der Landschaft, des Fjords und seiner Wellen und Wasser, die diese einmalige Landschaft geformt haben.

Die Klit (Düne) selbst besteht aus Moler (Näheres im Moler Mueseum) und war früher eine kleine Insel im Limfjord. Durch Landhebung entstand die heutige Landzunge Feggeklit Hals, die den Feggesund auf der Morsø Seite abschließt.

Auf der der Strasse abgewandten Seite hat sich der Limfjord bereits in die Feggeklit hineingefressen. Regen- und Schmelzwasser haben tiefe Schluchten in den Hang geschnitten. Irgendwann wird die Düne weg sein. Ihr solltet sie also besuchen, solange sie noch steht ;-).

Um den Gang der Dinge wenigstens nicht zu beschleunigen und die einmalige Tier- und Pflanzenwelt hier zu erhalten, ist das Gebiet 1963 unter Naturschutz gestellt worden. Man sollte als Tourist dies unbedingt beachten und seine Füße nur auf die dafür freigegebenen Teile der Düne, hier an König Fegges Grab, setzen.

  • Stand des Berichtes: Juni 2006
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