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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

So präsentiert sich Mårup Kirke im Februar 2009.

Mårup Kirke im Februar 2009

Im Februar 2009 waren wir noch einmal in Dänemark. Von Anfang an stand fest, dass wir bei dieser Gelegenheit auch zur Mårup Kirke fahren wollten.

Was wir vorfanden, stimmte uns dann doch ein bißchen tarurig. Viel ist nicht mehr übrig von der schönen kleinen Kirche mit ihren weißen Wänden.

Von der Kirche selbst stehen nur noch die Mauern bis auf eine Höhe von 2 Metern. Kein Fußboden, kein Dach. Die Mauern sind jetzt gesichert, im Moment finden keine weiteren Arbeiten statt, aber vielleicht ist gerade deswegen der Eindruck so trist.

Gegenüber vom Eingang fällt ein mit neuen Ziegeln vermauerter Bereich auf. Hier befand sich eine Nordtür, wie ein Schild verrät. Sie sei in etwa so alt wie die Kirche selbst.

Über der Tür wurden zwei Balken aus Holz gefunden. Da man herausfinden kann, wann das Holz geschlagen wurde, kann man auch den Bau der Kirche genauer datieren. Ein Ergebnis dieser Untersuchung ist aber (noch) nicht zu finden.

Im hinteren Teil der Kirche, dem Chor, sehen wir einen mit Sperrholz vernagelten Bereich. Dort befand sich eine weitere Tür, die sogenannte "Romanische Tür".

Der Platz für die Türöffnung an dieser Stelle ist außergewöhnlich für eine dänische Mittelalterkirche. Über ihr wurden Reste von Dekorationen aus Romanischer Zeit gefunden.

Sie wurde jetzt eingemauert um sie zu konservieren bis sie beim weiteren Abriss der Kirche in ihrer Gesamtheit umgezogen und so erhalten werden kann.

Wir gehen auf die Nordseite. Von hier kann man jetzt über die Kirchenreste hinüber sehen. Auf die Rubjerg Knude mit dem Leuchtturm im Hintergrund.

Der Fortschritt des Küstenabbruchs ist aber auch wirklich auffalllend. Es ist gerade mal 6 Monate her, dass wir das letzte Mal hier waren und dennoch fehlen immer größere Teile der Küste. Der Weg, den wir im Sommer noch gegangen sind ist zwar noch zu sehen, ist mittlerweile aber gesperrt.

Noch etwas weiter stehen auch einige Ferienhäuser hart am Abgrund. Was aus ihnen wird, wissen wir nicht. Die Küstenlinie hat sich seit unserem ersten Besuch 2006 dramatisch landeinwärts verschoben.

Wir sind gespannt, wie sie sich weiter verändert und werden darüber auch hier berichten.

  • Stand des Berichtes: Februar 2009
  • Aktualität geprüft: November 2010
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