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2008 hat die Küste die Kirche fast eingeholt. Jetzt wird sie abgerissen.

Letzte Neuigkeiten

01.12.2008

Am 1. Dezember 2008 wird ein weiterer Abbruch der Küste zwischen Rubjerg Knude und Mårup Kirke gemeldet, der weite Teile des Strandes unter Sand und Lehm verschüttet hat.

"So etwas habe ich in den letzten 20 Jahren nicht erlebt" wird der Dünenwart Bent Løkkegaard zitiert. An einer Stelle, wo die Küste 60 Meter hoch ist, türmt sich das Geröll jetzt auf einer Strecke von rund 100 Metern.

Bereits am letzten Freitag wurden tiefe Risse an der Küste bemerkt. Der Regen der letzten Tage hat den Lehm aufgeweicht, sodass jetzt die Küste abgebrochen ist.


Quelle:
11.11.2008

Am 11. November 2008 gab es einen neuen heftigen Erdrutsch an der Kirche. Insgesamt sind 2 Meter weggebrochen. Das ist so viel Material, dass man den Strand unterhalb der Kirche nicht mehr zu Fuß begehen kann.


Dank an unsere Leserin Vera Jortzick für den Hinweis

Abriss der Kirche

Die Wellen der Nordsee fordern ihren Tribut. Nachdem in den vergangenen Jahren weitere Abschnitte der Steilküste herabgestürzt sind, hat man sich jetzt dazu entschlossen, die Kirche abzureißen.

Am 31. August 2008 fand ein Abschiedsgottesdienst statt. Dass die Kirche dabei bis auf den letzten Platz besetzt war, ja gar nicht alle Interessenten einen Platz bekommen haben, macht das Interesse deutlich, dass diesem kleinen Bauwerk in Dänemark entgegengebracht wird.

Wenige Tage zuvor, um genau zu sein am 29. August 2008, waren wir noch einmal da und konnten einen letzten Blick auf die Kirche werfen. Einige der dabei entstandenen Bilder stellen wir hier vor.

Mittlerweile hat der Abriss begonnen. Netterweise haben wir von unserer Leserin Angela Krüger Fotos erhalten, die sie am 1. Oktober 2008 aufgenommen hat. Auf diesen ist der Fortgang der Arbeiten gut zu erkennen.

Begründet wird der Abriss mit Sicherheitsbedenken. In der Lokalpresse ("Nordjyske" vom 1. September 2008) wird berichtet, dass man es insbesondere nicht verantworten könne, Menschen in eine Kirche zu lassen, die derart stark an einem Abgrund steht, von dem immer wieder Teile abbröckeln.

Dabei handelt es sich um die letzte Chance, die Kirche kontrolliert abzureißen und dabei auch die Sicherheit der Handwerker zu gewährleisten.

Eine Tafel am Eingang erklärt das geplante Vorgehen:

Noch im Jahre 2008 soll die Kirche bis auf 2 Meter Höhe abgerissen werden. Das Inventar, das Gestühl und das Dach werden dabei sorgfältig entfernt und sicher verwahrt, um es ggf. später wieder verwenden zu können.

Im Herbst 2008 sind dann alle Mauern auf 2 Meter Höhe abgerissen. Auch die Steine werden sicher verwahrt. Der Anker der "Crescent" wird in der Nähe des Kirchengeländes sicher aufbewahrt (bei unserem Besuch lag er hinter der Kirche) .

Nach 2008 werden die jetzt 2 m hohen Mauern soweit weiter entfernt, dass ein Mindestabstand zur Küstenlinie von 6 Metern gewährleistet ist. Der Ostgiebel wird so in ungefähr 6 bis 9 Jahren fallen.

Die Zeit bis dahin will man nutzen, um mit Hilfe einer Arbeitsgruppe Mittel und einen Platz für den Wiederaufbau zu finden.

Fazit: Schade, aber wohl unausweichlich. Wir hoffen, dass ein Wiederaufbau gelingt.

  • Stand des Berichtes: August 2008
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