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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Blick auf die Abraumhalden am Kalkbruch in Mønsted Kalkgruber.

Freigelände und Kalkwerk

Es sind nicht nur die Höhlen selbst, die man besuchen kann. Das Gelände des Kalkbruchs ist insgesamt zugänglich und im alten Kalkwerk befinden sich verschiedene Ausstellungen.

Zwar ist das Gelände nicht riesig, aber durchaus sehenswert. Ein Abstecher zum Dynamithaus ist ebenso möglich wie ein Blick auf einen kleinen See, der sich in den Abraumlöcher gebildet hat.

Der Abraum aus den Höhlen ist zu Hügeln aufgeschüttet. Die sind zum Teil bewachsen und begehbar. Mitunter weiden hier Ziegen und die sind ziemlich neugierig.

Die alten Schienen, die sich hier noch finden, sind zugewachsen und verbogen. Kaum zu glauben, wie schnell sich die Natur das alles zurückholt.

Auf dem höchsten Hügel gibt es einen kleinen Aussichtspunkt. Unser 360° Rundblick ist dort entstanden.

Bereits von der Straße aus sieht man das Kalkwerk mit seinen Schornsteinen. 1978 wurde hier der letzte Kalk gebrannt.

In den letzten Jahren wurde es restauriert und bietet heute interessante Ausstellungen. Und ist dabei selbst das größte und interessanteste Ausstellungsstück.

Denn die Anlagen sind zu einem großen Teil erhalten. Zwar sind sie nicht mehr funktionstüchtig, aber sie zeigen dennoch recht plastisch, wie hier gearbeitet wurde. Schon allein durch ihre beachtliche Größe.

In drei Stockwerken kann man zwischen den Schornsteinen und den Brennanlagen herumlaufen. Schilder helfen bei der Orientierung, außerdem erklärt ein Modell den Aufbau des Werkes.

Im Kalkwerk wurde bei Temperaturen um 1200°C Branntkalk hergestellt, der entweder gelagert, direkt verarbeitet oder aber auch zu Hydratkalk weiter verarbeitet wurde.

Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung verwandten Themen, zeigt z.B. wie die Kalklagerstätten vor 60 - 65 Mio. Jahren entstanden sind.

Oder aber erklärt Tiere weltweit, die sich dem Leben in Höhlen angepasst haben. Darunter sind solche Arten wie der Höhlenbär, der Bad Segeberger Höhlenkäfer, der Grottenolm oder auch verschiedene Fische.

Besonders interessant ist ein Aquarium mit Fischen, die nur in Höhlen leben. Sie sind farblos und haben nur kleine Augenreste. Interessant ist, dass sie noch Verwandte haben, die außerhalb von Höhlen leben und sogar mit diesen gekreuzt werden können.

Großen Raum nehmen natürlich auch die Feldermäuse ein. Denn, wie schon erwähnt, ist die Höhle ein wichtiges Überwinterungsquartier für Feldermäuse in Europa.

So erfährt man hier mehr über ihren Lebenswandel, wie man einen Fledermauskasten baut, wo die Fledermäuse in den Höhlen schlafen, wie sie sich vermehren und auch, welcher Aberglaube von ihnen ausgeht.

Fazit: Bitte nicht vergessen, ist sehr lehrreich und informativ.

  • Stand des Berichtes: Mai 2010
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