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Neu: Unser aktuelles Projekt: Ein Film über Dänemark

Der Leuchtturm "Lyngvig Fyr", nördlich von Hvide Sande.

Leuchtturm "Lyngvig Fyr"

Den Leuchtturm würde man von unserem Ferienhaus aus sehen, wenn er nicht durch eine kleine Düne verdeckt wäre. Gut, man könnte auch aufs Dach klettern, aber einfacher ist es schon, die paar Meter hinzufahren. Entlang der Dünen gibt es übrigens einen schönen Radweg...

Der Turm ist täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist mit 10,- DKK sehr moderat. Der Blick aus rund 53 m Höhe (die Düne auf der er steht mitgerechnet), lohnt den Aufstieg allemahl.

79 Stufen muss man auf einer Holztreppe auf der Düne zurücklegen, um überhaupt die Tür des Leuchtturms zu erreichen. Dort warten dann die "letzten" der insgesamt 228 Treppenstufen.

Es geht eine imposante blaue Wendeltreppe hinauf, die zunächst nach innen frei ist. Früher hing hier ein Gewicht, das eine Art Uhrwerk antrieb, die dafür sorgte, dass die Linse im richtigen Tempo bewegt wurde – eine Umdrehung in 20 Sekunden.

Das Uhrwerk wurde erst 1955 entfernt, nachdem der Turm an das öffentliche Stromnetz angeschlossen worden war. Man kann es heute im Fiskeriet Hus in Hvide Sande besichtigen.

Der Turm ist mit seinen 38 Metern der höchste Leuchtturm Dänemarks. Zusammen mit der 17 Meter hohen Düne, auf der er steht, sind das 55m. Die Höhe der Lampe beträgt dann die erwähnten 53m. Er ist auch recht spät erbaut, erst 1906, nachdem 24 Seeleute bei einem Schiffsunglück im Jahre 1903 ums Leben gekommen waren.

Das alles ist recht interessant, für den Touristen wartet die entscheidende Herausforderung aber ganz oben: Die Tür zur Plattform ist höchstens 80 cm hoch und es erfordert einiges an Geschick, sich da hindurch zu zwängen.

Und: hat man es erst einmal hinaus geschafft, muss man ja dennoch irgendwann zurück. Der einfachste Weg hierfür ist übrigens, sich auf die oberste Stufe zu setzen, Beine schon nach innen.

Alle, die es andersherum versucht haben, haben deutlich länger gebraucht ;-). Herzlichen Dank an die freundliche Frau an der Kasse für diesen Tipp.

Dennoch: Alle Strapazen zusammen genommen, es lohnt auf jeden Fall, denn man wird mit der besten Aussicht auf die Landzunge belohnt, den man sich vorstellen kann.

Im Osten der Ringkøbing Fjord mit Ringkøbing im Hintergrund, im Westen die Nordsee, im Norden Søndervig, im Süden Hvide Sande. Alles ist hervorragend zu erkennen.

Und direkt zu unseren Füßen haben die Wege auf den Dünen sonderbare Muster angelegt, die man nur von oben erkennt.
Oder haben hier Außerirdische ihre Hand im Spiel?

Fazit: Ein Hauch Abenteuer und ein herrlicher Blick. Nicht vorbeifahren!

  • Stand des Berichtes: August 2008
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