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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Fischernetze im Hafen von Ristinge.

Ristinge Havn

Auf dem Weg zur Ristinge Hale fiel uns ein Schild "Havn" auf. Ganz spontan entschlossen wir uns, auch hier, im hafen noch einmal vorbei zu schauen.

Häfen sind für uns etwas ganz besonderes. Egal ob groß oder klein, sie üben eine Faszination auf uns aus, die sich nur schwer beschreiben lässt.

Sie haben was von Ankommen und Abfahren, von emsiger Geschäftigkeit aber auch von Ruhe, Beschaulichkeit und manchmal schon Trostlosigkeit.

Um 1900 herum war die bisherige Anlegebrücke zu klein geworden und bot auch eine zu geringe Wassertiefe. Sie wurde 1907 erweitert und 1909 durch eine größere etwas weiter nördlich (bei Ramshøj) ergänzt wurde.

Gleichzeitig war die "Sejlrende", die Fahrstraße nach Ristinge hin ausgebaggert worden, sodass nun auch größere Schiffe hier anlegen konnten. Es gab sogar eine wöchentliche Dampffähre nach Kopenhagen sowie mehrere Fähren die Woche nach Marstal und Rudkøbing.

Nach dem 2. Weltkrieg verlagerte sich der Transport von Wasser immer mehr auf Straßen und Schienen und so waren die Stunden der Schifffahrt im kleinen Ristinge Havn gezählt.

Dies war die Zeit, in der der Fischfang eine größere Bedeutung gewann. Der Hafen wurde von 1962 an von den Fischern betrieben und erhalten. Auch heute gibt es noch einige Erwerbsfischer, daneben auch, wie üblich in Dänemark, Freizeitfischer.

Heute wirkt das ganze "Häfchen" doch recht beschaulich. Ein paar Fischerboote dümpeln am Kai, ein kleines Segelboot nähert sich.

Auf der anderen Seite des Hafenbeckens sind Fischernetze zum Trocknen aufgehängt.

Schon auf dem Weg hierher sind uns ein paar "Schilder" mit Losungen aufgefallen. Einige Beispiele:

  • Fischen zugelassen dienstags von 07:00 Uhr bis 07:01 Uhr
  • Zutritt nur in Begleitung eines Touristen
  • Hunde dürfen nicht bellen von 07:00 Uhr bis 06:59 Uhr
  • Eventuelle Fischer sind nur zur Verzierung da

Uns ist zuerst nicht klar, was es damit auf sich haben soll. An den Hafengebäuden schließlich sehen wir ein Blatt mit allen Sprüchen.

Und jetzt wird auch der Zusammenhang klar. Die große Überschrift darauf: Nationalpark. Offenbar hat jemand Angst, dass diese Gegend zum Nationalpark erklärt wird. Und die möglichen Auswirkungen hat er recht amüsant zusammengefasst.

Wir wissen nicht, wie real seine Ängste sind. Zunächst mal ist Langeland im Moment nicht als weiterer Nationalpark vorgesehen. Und ob der, in den Augen des Schreibers offenbar, übertriebene Naturschutz wirklich diese Auswirkungen hat, sei mal dahingestellt.

Eine bemerkenswerte Aktion ist das immerhin, die dem Hafen letztendlich auch einen Platz auf zusammenreisen.de beschert hat.

Ergänzend: Nationalparks in Dänemark

In Bezug auf Nationalparks ist Dänemark ein "Spätzünder". Der erste Nationalpark (Landschaft "Thy" in Nordjütland) wurde im August 2008 eingeweiht.

Am 29. August 2009 folgte der zweite, "Mols Bjerge" (Ostjütland). Darüber hinaus sind drei weitere Gebiete als Nationalparks vorgesehen, die in den nächsten Jahren folgen sollen:

Skjern Å in Westjütland, Vadehavet (Wattenmeer) an der Nordseeküste an der Grenze zu Deutschland und Kongernes Nordsjælland auf der Insel Seeland. Diese werden in den nächsten Jahren folgen.

Als Tourist hat man durch die Nationalparks keine Einschränkungen zu erwarten. Man kann sich weiter kostenlos frei bewegen. Sollte es geführte Touren geben, muss man die natürlich bezahlen.

Dänemark will in seinen Nationalparks die wichtigsten Landschaften des Landes vereinen: Wälder ebenso wie das Wattenmeer oder die Dünenküste.

Quellen für ergänzende Informationen

  • Stand des Berichtes: August 2009
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