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Neu: Was wid aus Rubjerg Knude?

Aquarium und Museum in Hvide Sande (rechts im Bild).

Aquarium und Museum "Fiskeriets hus"

Das Museum und Aquarium von Hvide Sande befindet sich direkt an dem Platz, an dem auch das Angelgeschäft "Kott Fritid" ist. Wenn man nach Norden fährt, im Kreisverkehr hinter der Brücke nach rechts abbiegen. Ein großer Parkplatz befindet sich direkt davor.

In dem Gebäude sind auch die Post und die Touristeninformation untergebracht.

Die Kosten sind mit 50 DKK pro Person relativ hoch. Aber Aquarien haben eben hohe Unterhaltskosten, die machen es nicht wirklich billig. Dafür bekommt man allerdings noch einen Gutschein für einen Kaffee.

Was uns zuallererst auffällt ist die schlechte Luft hier drin. Deswegen werden wir den Kaffee Gutschein auch nicht einlösen.

Das Museum beschäftigt sich mit dem Fischfang, mit all dem was dazu zählt.

Die Breite spannt sich vom (in Dänemark unvermeidlichen) Seerettungswesen bis hin zum Leuchtturm Nørre Lyngvig.
Seezeichen werden vorgestellt und ihr Standpunkt gezeigt. Einige davon sind uns in den letzten Tagen schon aufgefallen.

Einen breiten Platz nimmt natürlich die Fischerei selbst ein. War sie doch in der Vergangenheit einer der Haupteinnahequellen der Menschen, die hier lebten. "Hier" meint damit nicht unbedingt Hvide Sande, denn die Stadt gibt es erst seit 1931. Sie wurde gegründet, als mit dem befestigten Kanal ein fester Durchgang des Ringkøbing Fjords in die Nordsee geschaffen wurde.

Vorher wanderte dieser Durchgang, bedingt durch Wind und Treibsand. Jetzt konnten sich hier Werften und Reparaturbetriebe niederlassen, gab es einen Hafen für die Fischerboote, sowohl in der Nordsee als auch im Ringkøbing Fjord.

Noch heute gibt es hier viel Fisch zu kaufen, wird Fisch von hier aus nach ganz Europa geliefert.

Das macht auch den Unterschied zu Søndervig und anderen Orten auf dem Holmsland Klit aus: Es gibt Leben neben dem Tourismus.

Aber zurück zum Museum. All dies wird hier plastisch vor Augen geführt. Fischfanggeräte werden erklärt, auf Bildern sieht man ihre Verwendung. Bildtafeln erklären z.B. den Heringsfang und die Eisfischerei. Zwar haben beide in den letzten Jahren an Bedeutung verloren, werden jedoch noch immer betrieben.

Ein wichtiger Punkt in der Ausstellung ist auch die Wasserqualität im Fjord und ihre stetige Verbesserung.

Das Aquarium ist klein und kann sicherlich mit den großen Aquarien wie beispielsweise in Hirtshals und Grenå nicht mithalten. Dennoch ist es interessant, denn es konzentriert sich auf die Flora und Fauna in unmittelbarer Umgebung, also im Ringkøbing Fjord und in der Nordsee vor Hvide Sande.

Die Becken sind nicht sehr groß, dafür gibt es auch ein Streichelbecken.

Sehr interessant ist auch die ungewöhnliche Geschichte eines Bootes. Es wurde 1850 als Segler für den Fischfang gebaut. 1938, also fast 90 Jahre später, wurde es ausgemustert. Wohin damit? Die bemerkenswerte Idee: Es wurde als Dach auf einen Geräteschuppen aufgesetzt.

Kieloben erhielt es seinen neuen Platz auf dem Gebäude. Um es haltbarer zu machen, wurde es mit Zement bestrichen und in den feuchten Zement wurde die Geschichte des Bootes geschrieben.

Nach dem Tod des Eigentümers 1959 wurde es von seiner Familie und dem Ringkøbing Museum vor dem Verfall bewahrt und befindet sich seit 1990 im Museum in Hvide Sande.

Und da kann man es bewundern, genau wie es zuletzt aussah: Kieloben mit seiner Geschichte in Zement geschrieben.

Unser Fazit: Lohnt vielleicht keine lange Anreise, wenn man aber in der Gegend ist, eine hervorragende Alternative für einen Regentag.

Weiterführende Links

  • Stand des Berichtes: August 2008
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