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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Der Vogelfelsen Bulbjerg in der Jammerbucht

Möwenkolonie Bulbjerg

An Dänemarks einzigem Vogelfelsen brüten vor allem Dreizehenmöwen. Ca. 500 Brutpaare werden hier regelmäßig gezählt. In den letzten Jahren hat man aber auch Paare des seltenen Eissturmvogels beobachtet.

Wir entdecken außer den Möwen vor allem Kormorane und einige Entenarten. Kormorane waren in Dänemark bereits ausgestorben. Nach dem zweiten Weltkrieg siedelten sie sich wieder an und dank eines Schutzprogrammes gibt es heute ca. 30.000 Paare. Genau wie in Deutschland wird deswegen auch in Dänemark viel über diese Vögel und die von ihnen angerichteten Schäden diskutiert.

Die Kormorane tummeln sich vor allem auf einem kleinen Felsen im Wasser, wo sie in der typischen Haltung ihr Gefieder trocknen. Dieser Felsen, so erfahren wir später im Han Herred Naturzentrum (Bericht folgt noch), heißt Skarreklit und war früher einmal 16m hoch.

Im Jahre 1978 ist er zerbrochen und ins Wasser gestürzt, weswegen heute nur noch besagter Rest zu sehen ist.

Zurück zu den Möwen. Ihr Geschrei ist unüberhörbar, aber hier unten machen sie auch optisch was her. Um den ganzen Felsen herum ist ein einziges Vogelgewirr, in dem man nur schwer eine Ordnung erkennen kann.

Ihre Nester befinden sich dicht an dicht an der Außenseite des Felsens, zum Meer hin.

Man muss sich das so vorstellen: An diesem wirklich ein riesigen Felsen, vielleicht so 200 Meter lang (s. Panoramabild oben), dicht an dicht an den kleinen Vorsprüngen, die im Felsen existieren, sitzen die Möwen und befinden sich ihre Gelege. Man kann also hin gucken, wo man will, man sieht immer Vögel.

Es fällt bei näherer Betrachtung auf, dass immer eine Möwe auf dem Gelege sitzt und die andere sie füttert. Wir meinen, in diesem Verhalten eine Art Arbeitsteilung erkennen zu können.

Es scheint so zu sein, dass einer der Partner die Versorgung übernimmt und der andere auf dem Gelege sitzen bleibt. Ob sie sich dabei abwechseln oder die Aufgabenverteilung immer Bestand hat, können wir in der Kürze der Zeit nicht feststellen. Aber offensichtlich ist das Brutgeschäft jetzt, Anfang Juni, noch im Gange, denn Küken sehen wir in der gesamten Kolonie nicht.

Wir sind keine Fachleute, und falls wir uns hier irren und uns ein Vogelfreund hier korrigieren möchte, kann er dies natürlich gerne tun.

  • Stand des Berichtes: Juni 2004
  • Aktualität geprüft: August 2008
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