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Neu: Was wid aus Rubjerg Knude?

Put & Take "Gunderup Fiskesø" bei Trend.

Gunderup Fiskesø

Zu unserer ersten Angeltour an einen "Put & Take" hatten wir uns Gunderup Fisksø in der Nähe von Trend ausgesucht. Und da es sich so gut ergab, haben wir noch Fin mitgenommen. Fin ist kein Wal ;-) sondern ein Kind aus der Verwandschaft von Ute und Mogens, deren Ferienhaus wir 2004 bewohnt hatten.

Fin hat von seiner Oma eine Angel geschenkt bekommen. Er hat auch schon über 3 Stunden dort am See verbracht ohne einen Fisch zu fangen. Ob wir mit ihm mehr Glück haben?

Gunderup liegt etwas abseits der Strasse 533 von Løgstør nach Viborg, kurz hinter dem Örtchen Trend. Dort geht es links ab und dann ca. 1 Km bis man am See ist. Der Weg ist ab der Strasse 533 ausgeschildert.

Der See ist recht frei, kaum Baumbestand, aber es gibt Hütten rund um den See, natürlich ein Klo und auch einen Tisch zum Fische ausnehmen, an dem sogar Messer ausliegen und eine Anleitung zum Ausnehmen / Filetieren von Fischen. Ganz wichtig ist natürlich auch das Geschäft, in dem es neben den Angelkarten auch Angelgerät und Zubehör zu kaufen gibt. Für die Karten existiert außerdem auch ein Automat.

Besetzt ist der See mit Forellen, aber auch Hechte kann man fangen.

Fins neue Angel ist gar nicht schlecht, allerdings etwas zu groß für ihn. So hat er Schwierigkeiten, die ordentlich zu werfen. Dennoch versucht er sein Bestes und er stellt sich nicht schlecht an. An seiner Angel verwenden wir Forellenteig, den wir im Geschäft am See gekauft haben. Der ist mit großem Schwimmer so montiert, dass er knapp unter der Wasseroberfläche angeboten wird.

Uschi verwendet Tauwürmer (auch die sind zugelassen) an einer Montage mit Flott und Axel einen kleinen Forellenspinner. Bei dem ist wichtig, dass seine Löffel gut rotieren. Man kann das direkt vorne am Wasser gut ausprobieren. Übrigens liegt das nicht nur am Spinner selber sondern an vielen weiteren Faktoren wie der Aktion der Rute und der Dicke der Schnur. Nur wenn das Gerät optimal aufeinander abgestimmt ist, wird der Spinner auch in gößerer Entfernung noch gut drehen und nur dann ist er fängig.

Es dauerte eine Weile und obwohl man dauernd Forellen springen sieht, beisst am ganzen See kaum eine an. Fin holt andauernd seine Angel ein und wirft sie dahin, wo zuletzt ein Fisch sprang. Nach unserer Erfahrung bringt das nicht viel, man sollte sich davon nicht allzu sehr leiten lassen. In dem kleinen See stehen die Fische überall, selbst nahe am Ufer.

Beim Angeln mit Kunstködern wie Spinnern kann man natürlich schon die Stellen anwerfen, wo sich besonders viel tut, ob das viel ausmacht, können wir aber nicht sagen. Es handelt sich eben nicht um ein natürliches Forellengewässer.

Und obwohl Axel sich viel um Fin kümmert und deswegen kaum zum Angeln kommt, hat er den ersten Biss: "Ich hab mit dem Spinner geangelt und hatte plötzlich kurz vor dem Ufer, wo der Spinner aufhört zu drehen einen Hänger. Und wie ich noch gucke, kommt plötzlich Leben in den "Hänger" und er entpuppt sich als eine ziemlich große Forelle."

Es ist nicht so leicht, den Fisch zu landen, denn so knapp vor dem Ufer ist die Schnur sehr kurz und hat deswegen keine Elastizität, sodass sie schnell reißen kann. Der Fisch geht kreuz und quer und versucht natürlich, den Köder los zu werden. Schließlich gelingt es aber doch, den Fisch über den Kescher zu ziehen. Ein Glück haben wir den aufgebaut!

Es handelt sich um eine wunderschöne Regenbogenforelle mit einer Länge von 60 cm und einem Gewicht von ungefähr 4 kg.

Am Laden hängt ein Schild, dass, wer einen Fisch über 50 cm fängt, eine Zeit lang umsonst angeln kann. Aber das bezog sich nur auf "Gedder" und das ist Hecht, wie es sich später herausstellt.

Fin beteiligt sich rege am Ausnehmen der Forelle. Unterdessen hat Uschi sich die Angel mit dem Spinner gegriffen. Und während Axel und Fin dessen Angel auf eine Montage mit Wasserkugel umbauen, ruft Uschi plötzlich um Hilfe.

Auch bei ihr hat der Spinner funktioniert: "Im ersten Augenblick wusste ich nicht, hab ich jetzt auch so einen Krawänzmann wie Axel an der Angel, ja den schaff ich ja nie! Aber ich hab die Angel rein geschmissen und ich hatte sie noch nicht richtig im Wasser und dachte, ach Mensch, ich hab mich verworfen, der Wurf war nicht gut, wollte die Angel wieder einziehen, schwupp hatte ich einen Fisch an der Angel – stolz !! So einfach geht das, einfach rein, und blubb."

Es war eine schöne Bachforelle, ca. 40 cm lang und 1 Kg schwer.

Nebenan angelte eine Däne mit seinen Enkeln. Er kam aus Hvalpsund (ca. 10 Km) und fährt zur See. Eigentlich wollte er seinen Enkeln etwas Spaß bieten, aber deren Interesse halte sich in Grenzen. Es wurde auch generell nicht sehr viel gefangen an diesem Tag, obwohl das Wetter sich mehr und mehr verbesserte. Unsere Forellen waren zwar nicht die einizigen, aber viele haben wir sonst nicht gesehen.

Auch unser Fin bleibt leider ohne Fisch. Auch wenn er mal mit Uschis Forelle posieren durfte. Wir hatten uns zwar verabredet, wer immer noch einen Fisch an den Haken bekommt, gibt Fin die Angel, aber leider wurde daraus nichts.

Aber wir meinen, er hat es mit Fassung getragen und war ja zumindest beim Fang zweimal hautnah dabei. So war es doch für uns alle ein erfolgreicher Tag.

Unser Fazit

Gunderup Fiskesø hat von "Danske Ørredsøer" 4 Sterne (max. 5 möglich) für die Einrichtung und 3 Tannen (max. 5 möglich) für die Naturnähe erhalten. (Anlage Nr. 7 in deren Programm)

Aus unserer Sicht besteht diese Klassifizierung zurecht: Wir haben die in den Werbeunterlagen gemachten Behauptungen bestätigt gefunden. Der Service war sehr gut und ließ keine Wünsche offen. Aufgrund dessen dass der See künstlich wirkt und kaum natürlichen Schutz bietet, ist auch die etwas schwächere Einstufung für die Naturnähe korrekt.

Fazit: Auf jeden Fall empfehlenswert, besonders für Anfänger und Ungeübte.

  • Stand des Berichtes: August 2005
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