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Angeln auf Plattfisch in der Brandung.

In der Brandung auf Plattfische

Etwas frustiert, weil die Angelausfahrt mit "Solea" wieder mal ausgefallen war, erkundigten wir uns bei "Kott Fritid" in Hvide Sande nach Alternativen für einen Angeltag.

Der junge Mann im Laden erklärt uns, dass es am Strand am günstigsten sei. Besonders auf Platte ist es im Moment sehr einfach. Weite Würfe wären auch nicht nötig, die Platten seien schon in 20 – 40 m Entfernung zu fangen. Mit jeder normalen Rute sollte das kein Problem sein.

Er erklärt uns, gestern hätte er Erstangler hin geschickt, die total frustriert vom Fjord sind und selbst die hätten gut gefangen und wären ganz stolz zurück gekommen.

So decken wir uns mit entsprechenden Vorfächern, Bleien und Würmern ein (Wattwürmer und Borstenwürmer). Die Bleie haben Spreizvorrichtungen, die das Wegrollen in der Brandung verhindern sollen. Wir wählen 100g schwere aus, weil wir die mit unseren Routen gut werfen können.

Die Beinchen an den Bleien klappen beim Biss oder beim Einholen um, man muss sie dann hinterher wieder arretieren.

Er empfiehlt uns eine Stelle ca. 9 Km nördlich von Søndervig, bei Strandgården. Das ist ein Museum direkt an der Straße. Ca. 500m weiter ist ein kleiner Parkplatz. Kurz über die Dünen und dann geradeaus oder ein Stück nach rechts.


Der Parkplatz ist schnell gefunden und der Weg über die Dünen ist höchstens 500m weit.

Wir wählen einen Platz leicht rechts vom Dünenaufgang. Außer uns ist so früh am Morgen (ca. 09:00 Uhr) niemand hier.

So packen wir unser Zeug aus und bauen die Angeln zusammen. Ein erster Probewurf erweckt nicht sehr viele Hoffnungen. Höchstens 20 m weit fliegt das Geschirr bei dem Gegenwind.

Aber vielleicht reicht das ja. Also Würmer ran und raus damit.

Und noch während die zweite Angel fertig gemacht wird, zuckt es an der ersten schon verdächtig. Da wird doch nicht ... ?

Doch, da wird! Schon wenige Augenblicke später zappelt der erste Platte im Sand. Dabei habe ich ihn zunächst gar nicht gesehen, erst als Uschi anfing zu jubeln, habe ich ihn schließlich im Uferwasser entdeckt.

Er ist allemal groß genug zum Essen, wir können ihn also auf jeden Fall mitnehmen.

Angel wieder fertig gemacht, ausgeworfen, und... Diesmal ist Uschi dran. Die zweite Angel war noch gar nicht im Wasser, so sehr waren wir mit der ersten beschäftigt.

Leider setzt sich das nicht ganz so fort. Nach einiger Zeit kommt noch ein dritter Fisch hinzu, zwischendurch ein paar kleine, die wir zurücksetzen.

Das Wasser läuft zurück und die Bisse lassen nach. Erst als es wieder aufläuft, kommen die Fische wieder.

Zwischenzeitlich hat sich auch ein weiterer Angler neben uns eingefunden. Der hat eine richtige Brandungsausrüstung und fängt mehr Fisch als wir.

Aber egal, auch bei uns zappelt es noch einige Male an der Angel und gemessen daran, dass wir überhaupt nicht mit einem Fang gerechnet hatten, war das natürlich absolut in Ordnung. Am Ende nehmen wir sieben Fische mit. Einige kleinere haben wir rein gesetzt.

Kurz vor einem Regenschauer verlassen wir den Strand etwas fluchtartig. Alles ist voller Sand, aber das macht uns nichts, wir sitzen im Auto und fahren gut gelaunt zurück.


Noch etwas: Die frischen Plattfische sind so ziemlich das leckerste, was wir je gefangen und gegessen haben. Den Fisch braten wir einfach, nachdem wir ihn von Kopf und Flossen befreit haben in einer Pfanne, gewürzt mit Salz und Pfeffer. Dazu Bratkartoffeln und Gemüse.

Alleine die Haut an der Unterseite wird so kross, fast wie paniert. Wirklich ein Genuss, auch mit wenigen Gräten.

Es sei aber nochmal erwähnt, dass die oben erwähnte Angeltaktik nicht immer funktioniert. Es kommt auf die Umstände an wie Jahreszeit, Wetter, Gezeiten etc. Am besten ihr informiert euch bei "Kott Fritid" in Hvide Sande oder bei anderen Anglern, was besonders vielversprechend ist.

  • Stand des Berichtes: August 2008
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