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Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Angeln auf Hornhecht am Aggersund

Auf Hornhecht am Aggersund

Nachdem unsere ersten Versuche, im Limfjord von unserem Motorboot aus zu angeln, am schlechten Wetter (und einem kleinen "Maschinenschaden") gescheitert waren, entschlossen wir uns, es von Land aus zu versuchen.

Von Ende Mai bis Ende Juni ist die beste Saison auf Hornhecht (die Dänen nennen ihn Hornfisch). Und der Aggersund, eine Enge im Limfjord, bietet dazu sehr gute Voraussetzungen.

Es ist wie überall an großen Gewässern: Dort, wo es schmaler wird, wo die Fische "durch müssen" ist der beste Platz für die ersten Versuche.

Hornhechte jagen meist knapp unter der Wasseroberfläche auf alles, was sich bewegt oder fressbar erscheint. Wir haben deshalb bei den Dänen im wesentlichen zwei Verfahren abgeguckt, dem Hornfisch nachzustellen:

  1. Künstliche Köder (schmale Hornfischpilker), vom Ufer aus geworfen oder vom Boot aus flach geschleppt
  2. Natürliche Köder (Fischfetzen) an einem Schwimmer knapp unter der Wasseroberfläche

Wir haben auch beide Varianten ausprobiert, die zweite dann aber bevorzugt, denn sie hat bei den von uns beobachteten Anglern mehr Fische gebracht.

Die Gezeiten haben hier am Limfjord bei weitem nicht solch einen großen Einfluss wie an der offenen See. Dennoch machten sie sich am Aggersund bemerkbar und zwar durch Fließrichtung und -geschwindigkeit des Wassers.

Bei auflaufendem Wasser (Fließrichtung von West nach Ost) waren die Ergebnisse bei allen Anglern deutlich besser als bei ablaufendem Wasser.

Am Aggersund ist man, wie auf den Bildern gut zu erkennen, meist nicht alleine. Die meisten Bilder entstanden am Pfingstsonntag 2004 bei wunderbarem Wetter. Klar, dass der kleine Kai am nördlichen Ufer des Aggersund gut besucht war.

Als wir ankamen, stellten wir uns, wie wir meinten, frech zwischen zwei Angler. Um dann zu erfahren, dass in die jetzt kleinere Lücke links und rechts von uns noch jeweils zwei weitere Angler passten :-).

An diesem Tag haben wir einen kleinen Knurrhahn, den wir zuvor in einem Fischgeschäft gekauft hatten, als Köder verwendet. Ideal ist eigentlich Hering, aber der war nicht zu kriegen. Dazu wurden immer kleine Stücke aus dem Fisch herausgeschnitten und an den Haken gehängt.

Wir haben mit einer Gleitpose mit einem Auftrieb von 9 Gramm geangelt, die austariert montiert und so eingestellt war, dass der Köder ca. 50 cm unter der Wasseroberfläche angeboten wurde.

Damit waren wir etwas tiefer als viele andere Angler. Und das war wohl auch richtig so, denn wir hatten erstaunlicherweise den ersten Biss am Platz nach nur etwa einer Viertelstunde oder zwanzig Minuten.

Es war ein kleiner Hornhecht, den wir an einen Jungen, der neben uns angelte, verschenkt haben.

Und wie ich schon vermutet hatte, wo einer ist, sind auch mehrere. Im Laufe der Zeit haben wir noch insgesamt vier andere Fische gefangen. Ein paar weitere sind noch verloren gegangen. Es war auf jeden Fall vergleichsweise viel, wenn man bedenkt, dass wir an den anderen Tagen gar nichts gefangen haben und dass an den meisten anderen Angeln links und rechts von uns auch keine Fische gebissen haben.

Lediglich ein weiterer Angler hat außer uns gelegentlich mal einen Hornfisch rausgezogen. Auch verschiedene Versuche auf Hering oder andere Fische zu angeln, blieben erfolglos.

Interessanterweise haben dann alle Posen der Umgebung plötzlich bei uns eingehakt, so dass wir Schwierigkeiten hatten, noch ein Loch zu finden, in das wir unseren Köder werfen konnten ;-).

Wenn sie auch an unsere Makrelen aus Irland nicht ganz rankamen: Die Honhechte, lecker zubereitet von Uschi, da fällt mir eigentlich nur noch ein: traumhaft.

  • Stand des Berichtes: Mai 2004
  • Aktualität geprüft: August 2005
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