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Der Fluss Blavet verschwindet in der Schlucht von Toul Goulic zwischen den Felsen.

Entstehung des Tals von Toul Goulic

Das Tal von Toul Goulic ist eine hochinteressante geologische Formation, die aber auch Lebensraum selten gewordener Tiere und Pflanzen ist. So findet man in diesem von Erlen und Eschen dominierten Wald z.B. Sumpfdotterblumen und Schlangenknöterich. Aber auch die Wasserfledermaus fühlt sich hier heimisch.

Wie ist dieses Tal aber nun entstanden?

Die heutigen Berge der Bretagne sind Überreste eines Mittelgebirges mit einer Höhe von über 1000 Metern, das vor ca. 300 Millionen Jahren existiert hat.

Im Laufe der Zeit erodierte die Oberfläche, während die darunter liegende Granitschicht durch tektonische Einflüsse in viele Blöcke zersplitterte.

Infolge dessen konnte das Regenwasser immer tiefer zwischen die Granitblöcke eindringen. Weichere Sedimente wurden weggespült und auch die Granitblöcke selbst rund geschliffen.

Nachdem schließlich der Fluss Blavet durch das Tal fließt, werden die Blöcke frei gespült und rollen den Hang hinunter bis ins Tal.

Und da bleiben sie liegen und bedecken den Fluss, der sich seinerseits zwischen den Hohlräumen hindurch frisst.

Im Grunde ist dies übrigens dasselbe physikalische Phänomen, das man auch beobachtet, wenn man Steine unterschiedlicher Größe in ein Glas gibt, so dass es zu ca. 2/3 bedeckt ist. Schüttelt man jetzt das Glas, wandern die größeren Steine scheinbar nach oben.

In Wirklichkeit ist es natürlich so, dass die kleineren Steine in die Zwischenräume der größeren Steine fallen…

Wer sich jetzt fragt: Woher wissen die das nur? Am Beginn des Wegs hinunter steht ein Schild, das diese Zusammenhänge erläutert. Leider nur auf Französisch, deswegen haben wir uns bemüht, den Inhalt dieses Textes für alle Interessierten auf Deutsch wiederzugeben.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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