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Der Menhir von St. Uzec. Im 17. Jahrhundert wurde er "christianisiert"

Menhir St. Uzec

In der Bretagne findet man, wie im gesamten keltischen Raum, zahlreiche Dolmen und Menhire. Ihre genaue Bedeutung und die Gründe für ihre Aufstellung sind bis heute nicht richtig bekannt.

Waren es Kultstätten, Grabmäler oder hatten sie irgendwelche astronomische Aufgaben? Wie auch immer, es ist auf jeden Fall beeindruckend sich vorzustellen, wie diese Denkmale menschlicher Baukunst wohl entstanden sind.

Diese Frage stellt man sich unwillkürlich, wenn man vor dem Menhir St. Uzec steht. Mit einer Höhe von ca. 8 m ist er einer der höchsten in der Bretagne.

Mann erreicht ihn, wenn man in Penvern von der Küstenstraße auf die D21 ins Landesinnere abbiegt. Also nach rechts, wenn man von Trébeurden nach Trégastel fährt bzw. nach links, wenn man in die entgegengesetzte Richtung unterwegs ist.

Wenige hundert Meter hinter der Abbiegung geht links eine kleine Straße ab, die direkt zu dem Menhir führt.

Ein Besonderheit an diesem Stein: Im späten 17. Jahrhundert wurde er "christianisiert" indem ein Kreuz an seiner Spitze heraus gemeißelt wurde. Außerdem wurde eine Reihe christlicher Symbole im Stein verewigt, so die Mutter Gottes, Passionsmotive und anderes.

Direkt neben dem Menhir steht eine kleine Opferschale o.ä.. Um was es sich genau handelt, wissen wir nicht, aber mit Sicherheit hat es mit dem Menhir selbst nichts zu tun sondern wurde im Zuge der Chritsianisierung angebracht.

Heute wäre so etwas sicher nicht mehr vorstellbar, aber auf diese Weise ist ein Denkmal entstanden, dass auf sehr einmalige Weise die heidnischen Bräuche unserer Vorfahren mit denen des Christentums verbindet.
  • Stand des Berichtes: August 2007
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