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Paimpol - Alte Fischer- und Hafenstadt mit viel Charme.

Hafen von Paimpol

Am Hafen von Paimpol gibt es immer etwas zu sehen. Am interessantesten ist es allerdings bei Flut, wenn geschleust wird. Als wir das erste Mal ankommen, herrscht gerade Ebbe.

Im Hafen von Paimpol ist immer Wasser, egal ob Ebbe oder Flut. Das Wasser wird über eine Schleuse im Hafenbecken gehalten, ähnlich wie wir es schon in Binic gesehen haben. Die Öffnungszeiten der Schleuse richten sich natürlich nach der Flut. Dann öffnen die Tore und Schiffe können ein- oder ausfahren. Jetzt herrscht hier Stille.

Außerhalb des Hafenbeckens schlängelt sich nur ein kleiner Fluss durch das Watt. Die Bojen links und rechts beweisen, dass es sich hier um die Fahrrinne handelt. Überall liegen Boote auf dem Trockenen. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass hier bald wieder alles voller Wasser sein soll.

Und doch ist es so. Nur wenige Stunden später hat die Flut eingesetzt. Das wollen wir nutzen und uns den Schleusenbetrieb anschauen.

Im Gegensatz zu Binic hat Paimpol eine richtige Schleuse, die über eine Kammer Höhenunterschiede in einem gewissen Maße ausgleichen kann. Es muss halt nur genug Wasser da sein, dass die Fahrrinne vor dem Hafen benutzt werden kann.

Deswegen können ca. 2,5 Stunden vor und nach der Flut Boote den Hafen verlassen oder erreichen. In Binic ist diese Zeit deutlich kürzer.

Ist das Wasser schließlich hoch genug, werden beide Schleusentore geöffnet und die Anlage kann wie ein Kanal befahren werden.

Das Durchschleusen der Schiffe ist vor allem bei Touristen ein beliebtes Schauspiel. Der "Chef des Hafens" steht oben wie auf der Brücke eines Schiffes und dirigiert die hereinkommenden Boote. Erstaunlich, wie viele in doppelter Reihe in die Schleusenkammer passen.

Nach der Passage der Schleuse werden die Boote von einem Schlauchboot aus auf ihre Plätze gewiesen.

Als wir da sind, wollen deutlich mehr Schiffe rein als raus. Das kann an der späten Stunde liegen. Der Hafenkapitän wollte die Schleuse schon zwei mal schließen, aber immer wieder kamen Nachzügler, die noch raus wollten.

Am auffälligsten war ein kleines Segelboot mit drei Männern, die sich wohl nicht ganz einig waren, ob sie nun raus oder nicht raus fahren wollten. So stand einer in voller Montur auf dem Boot, während ein anderer fast noch im Schlafanzug das Steuer bediente.

Aber auch sonst gibt es bei einer Schleusung allerhand zu sehen, sodass man diese Zeit unbedingt einmal abpassen sollte. Die Zeiten von Ebbe und Flut sind übrigens am Hafengebäude an der Schleuse ausgehängt. Man kann sie aber auch in der Touristeninformation (Office de Tourisme) erhalten.

Noch ein kleiner Tipp: Man sollte auf der Seite bleiben, auf der man sein Auto geparkt hat. Oder man wartet, bis die Schleusentore wegen des sinkenden Wassers wieder schließen. Sobald diese aber ständig offen sind, kann man die andere Seite des Kanals nur noch erreichen, indem man um das gesamte Hafenbecken herum läuft. Und man glaubt nicht, wie weit das ist ;-).

  • Stand des Berichtes: August 2007
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