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Bretonische Gerichte

Was gibt es in der Bretagne zu essen?

Zunächst mal lässt sich sagen, dass die Bretagne in Frankreich liegt und die Essgewohnheiten dort sind ja bekanntlich nicht die schlechtesten ;-).

Dennoch gibt es natürlich einige Besonderheiten und lokale Spezialitäten. Diese kennenzulernen war für uns ein besonders spannendes Urlaubserlebnis.

Wir stellen deswegen hier einige Gerichte vor, die man sch (aus unserer Sicht) in der Bretagne nicht versagen sollte:

  • Typisch bretonisch: Crêpes
  • Die Ursprungsform der Crêpes: Galette
  • Beliebter als Wein: Cidre
  • Stammt eigentlich aus Belgien: Moules frites
  • Typisch französich und auch in der Bretagne beliebt: Käse

Crêpes

Ohne Frage ein klassisches bretonisches Gericht. Das Jahrhunderte alte Rezept wurde von den bretonischen Frauen von Generation zu Generation weitergegeben.

Es handelt sich um eine Art hauchdünn gebackener Pfannkuchen. Der Teig besteht hauptsächlich aus Weizenmehl. Durch den Zusatz von Zucker werden Crêpes süß gebacken.

Das wichtigste ist aber, dass der Teig die richtige Konsistenz besitzt.. Keinesfalls darf er zu dick sein, sonst gelingt er nicht dünn genug. Nachdem er in die Pfanne gegeben wurde, wird er deswegen mit einem speziellen Holz glatt gestrichen und verteilt.

Die wahren Meister in den Crêperien haben das unnachahmlich drauf.

Crêpes sind süß und eignen sich daher besonders für süße Auflagen. In ihrer Grundform werden sie nur mit Butter bestrichen, aber üblich sind auch alle möglichen Fruchtaufstriche.

Besonder raffinierte Kreationen gibt es auch mit Eis oder sogar flambiert.

Galette

Galette ist, ähnlich wie Crêpes, ein hauchdünner Pfannkuchen. Oft werden die Bezeichnungen Crêpes und Gallete auch zusammen gebraucht.

Im Unterschied zu Crêpes bestehen Galette aus Buchweizenmehl. Sie sind auch die eigentliche ursprüngliche Variante der Crêpes. Weizenmehl war nämlich sehr teuer, deswegen basierte der Teig auf dem billigen Buchweizen, dem nur etwas Weizen zugesetzt wurde.

Heute werden etwa 3 Teile Buchweizenmehl und 1 Teil Weizenmehl verwendet.

Galette werden nicht süß sondern herzhaft gewürzt. Im einfachsten Fall werden sie auch einfach nur mit Butter bestrichen, darüber hinaus sind sie mit Schinken oder Käse oder auch "komplett", mit Butter, Schinken und Käse üblich.

Jede Crêperie versucht darüber hinaus, durch besonders kreative Kompositionen, etwas ganz spezielles zu schaffen. So gibt es auch welche mit Fisch oder sogar Jakobsmuscheln.

Probieren lohnt auf jeden Fall.

Cidre

Wer einmal in der Bretagne war, hat zumindest schon mal davon gehört: Cidre.

Dies ist ein vergorener Apfelsaft, der nicht nur in der Bretagne sehr gern getrunken wird. Schmeckt sehr gut einfach so, zum Essen und zum Käse. Er sollte kühl getrunken werden, dann ist er richtig lecker. Zu viel allerdings sollte es nicht sein, denn wer es nicht gewohnt ist, dem kann er u.U. verdauungsartig etwas zu schaffen machen.

Man kann ihn überall kaufen und sollte dabei darauf achten, dass er auch aus der Gegend stammt.

Es gibt ihn diversen Ausführungen, in der Bretagne vor allem als "brut", herb mit rund 5% Alkoholgehalt, und als "doux", süß mit rund 2,5% Alkohol.

In Flaschen gefüllt, wie Sekt verschlossen, lässt er sein Öffnen nicht ungehört. Auch hier, unbedingt mal probieren und als Mitbringsel mit nach Hause nehmen.

Moules frites

Der Name verrät, nein, eben nicht frittierte Muscheln, wie wir anfangs fälschlicherweise dachten, sondern Miesmuscheln in einem Sud und dazu Pommes Frites.

Diese sind zwar keine Erfindung der Bretonen, sondern kommen ursprünglich aus Belgien, sind aber heute auch in der Bretagne "allgegenwärtig".

Als wir in "unserer" Crêperie "L'Abbaye" in Paimpol das erste Mal diese Moules frites gegessen hatten, waren wir hin und weg. Das ist nicht übertrieben, das schmeckt einfach nur lecker!

Miesmuscheln in einer riesengroßen Schüssel, noch in den Schalen und dazu lecker frittierte Pommes. Wenn man sich dann in der Muschelschüssel weiter auf den Grund hindurch gegessen hat, kommt nochmal eine Überraschung: Ein leckerer Sud, den man eigentlich auch gut als Suppe verspeisen könnte.

Da hat dann wohl jeder Koch sein eigenes Rezept. Unser Sud bestand aus – das haben wir jedenfalls herausgeschmeckt – Weißwein, div. Kräutern, Zwiebeln, Knoblauch, Sahne bzw. Creme frâiche und natürlich dem Sud, den die Miesmuscheln abgegeben haben. Abgeschmeckt mit Pfeffer und Salz und dann einfach bis zum Grund leer essen.

Käse

Selbstverständlich ist der Käse in Frankreich eine Spezialität besonderer Art. Für Jeden ist etwas dabei.

Ob Camembert, Ziegenkäse, Schafkäse oder Hartkäse, jeder ist auf seine Art ein besonderes Gaumenvergnügen.

In Plouezec gibt es dienstags und samstags einen Markt und dort findet man u.a. auch div. Käsestände. Leider haben wir dies erst in der 2. Woche entdeckt.

Bei einem, aus der näheren Umgebung stammenden Käseproduzenten sind wir aus der Explosion für den Gaumen überhaupt nicht mehr raus gekommen. Es gab dort Ziegenkäse, Schafskäse und Käse aus Kuhmilch in jeglicher Reife, d.h. von ganz jung bis hin zu schon etwas älter.

Und jeder Käse war unheimlich lecker und vor allem nicht industriell hergestellt.

Solche Spezialitäten sollte man unbedingt genießen.

  • Stand des Berichtes: August 2007
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