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Abbaye Beauport in Kerity nahe Paimpol.

Geschichte der Abbaye Beauport

Die Abtei wurde im 13. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet (1202) und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen religiösen Zentrum. Es gab zuvor schon eine Abtei auf der Insel Riom, jedoch war es schwer, von hier aus die Kirchen und Ländereien zu verwalten. Deswegen zog man also Anfang des 13. Jahrhunderts hier her um.

Die Abtei gewann schnell an Bedeutung. Dies wurde z.B. daran deutlich, dass die Domherren von Beauport nicht dem Bischoff von St. Brieuc sondern direkt dem Papst unterstellt waren.

Der Abt von Beauport hatte einen Sitz im Parlament in Rennes, der Abtei gehörten viele Ländereien und sogar eine eigene Bank, die Geld für wenig Zinsen auslieh.

Die Domherren, die die Abtei führten, lebten dabei nicht zurückgezogen sondern vergleichsweise weltoffen. Die Abtei nahm regelmäßig viele Pilger auf und kümmerte sich auch um arme Leute.

Dennoch verlief die Geschichte der Abtei sehr wechselhaft. Insbesondere durch die anglikanische Reform im England des 16. Jahrhunderts verlor die Abtei ihre Güter in England und damit an Einfluss und Macht.

Die Abtei verfiel zusehends und erst ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert konnte sie wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben.

Mit der französischen Revolution kam das Aus. 1790 war die Abtei verlassen. Sie diente als Lagerstätte, Rathaus, Schule und wurde schließlich von einem Kaufmann aus Paimpol verkauft.

Erst 1992 wurde es von dessen Familie an die französische „Conservatoire du Littoral“ verkauft und ist seither der Öffentlichkeit zugänglich.


Quellen:

  • Informationsmaterial für den Rundgang.
  • Stand des Berichtes: August 2007
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