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Kapelle St.-They an der Pointe du Van

Pointe du Van

Nur wenige Kilometer von der Pointe du Raz entfernt ist die Pointe du Van entschieden weniger von Touristen heimgesucht als ihr bekannteres Pendant.

Das allein macht einen Besuch lohnenswert. Denn in punkto landschaftlicher Schönheit steht Pointe du Van der Pointe du Raz in nichts nach.

Mir persönlich gefällt sie sogar besser. Vielleicht nicht ganz so spekatakulär, obwohl bei bis zu 65m Klippenhöhe auch dafür gesorgt ist.

Aber insgesamt erscheint Point du Van abwechslungsreicher. Auf dem langen Küstenweg oberhalb der Klippen sieht man immer wieder neue Buchten mit skurrilen Felsformationen, die von kräftigen Wellen umspült werden.

Und hier erschient mir plötzlich das Verhältnis Mensch / Natur in einem ganz neuen Licht. Überall an den Felsen (wie besonders gut rechts im dritten Bild von oben zu sehen) sieht man schwarze Flächen. Dabei handelt es sich um Öl aus dem Tanker Erika, der im Dezember 1999 vor Brest gesunken ist (ich bin bereits 2000 auf meiner Frankreich - Tour auf diese Spuren gestoßen):

  • Zum Einen erahnt man an der Höhe der Verschmutzung, welche Wellenberge die Natur hier mitunter auftürmt.
  • Das Unglück ist jetzt 2,5 Jahre her und das macht umso deutlicher, wie einfach es der Mensch zuwege bringt, Natur zu zerstören.
  • Aber wenn man genau hinsieht wird man feststellen, dass in den unteren Bereichen der Felsen, wo das Wasser häufiger hinspritzt, das Öl bereits wieder vom Felsen gewaschen wurde. Dies symbolisiert die Kraft der Natur, die sich ihren Teil wiederholt, die sich vom Menschen nicht bezwingen lässt. Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen die Natur.

Eigentlich wäre dies ein guter Schlusspunkt, aber die Aktualität zwingt mich zu einem Nachsatz:

Offenbar lernen wir nicht aus den den Fehlern, die wir machen, denn wie wäre es sonst zu erklären, dass keine 3 Jahre nach der Erika erneut ein Tanker eine Katastrophe auslöst?
Der Untergang der Prestige und die Verseuchung der Küste Galiziens hätten nicht passieren können, wären aus der Katastrophe der Erika (und vieler Tanker vorher) die richtigen Konsequenzen gezogen worden!

  • Stand des Berichtes: Juli 2002
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