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Blick von der Montagne St. Michel auf das Réservoir de St. Michel

Montage St. Michel

Eines gleich vorweg: Wer den Mont St. Michel, den berühmten Felsen im Ozean sucht, ist hier falsch. Den habe ich schon bei meiner Frankreichreise 2000 beschrieben.

Neben dem Namen haben diese beiden Ziele aber nicht viel gemeinsam. Einsam ragt der 380m hohe Berg mit der kleinen Kapelle aus der Landschaft. Auf unserer Fahrt auf der D785 nach Norden, ca. 16 Km nach Pleyben, können wir ihn gar nicht übersehen. Und: Er zieht uns magisch an, wir müssen da rauf.

Eine schmale Strasse führt hinauf bis zu einem Parkplatz in etwa auf halber Höhe. Von hier aus ist Fußmarsch angesagt. Man kann den Berg auch in Gänze erklimmen. Eigentlich ist dies die beste Art, sich ihm zu nähern, denn nur so erlebt man die Wandlungen an jeder Biegung, die sich ständig ändernden Ausblicke und den Wind, der immer kräftiger weht.

Der Blick von oben ist atemberaubend. Die Sicht ist hervorragend und so können wir weit ins Land hineinschauen. Über die Berge der Monts d'Arrée, der Montagne Noires und das Reservoires de St-Michel, einem riesigen Stausee.

Er wurde einst angelegt, um ein mittlerweile stillgelegtes Atomkraftwerk mit Wasser zu versorgen. Die riesige menschenleere Fläche zu unseren Füßen wirkt in fast unnatürlichem Grün mit ihren vereinzelten Bäumen und Büschen nahezu gespenstisch.

Wolken huschen über das Land und ihre Schatten verstärken diesen Eindruck und tragen ihn zu uns hinauf.

Die kleine Kapelle auf dem Gipfel des Berges lehnt sich trotzig gegen den starken Wind. Sie ist leer, enthält eigentlich nichts außer einem Taufbecken. Kein Gestühl, keinen Chor, keinen Altar. Dafür verspricht sie Schutz in der Höhe und sieht wirklich romantisch aus.

Unsere Meinung: Auf keinen Fall vorbeifahren. Unbedingt einen Umweg wert.

  • Stand des Berichtes: Juli 2002
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