zusammenaufreisen.de v2.1

Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Angeln im Atlantik - Manchmal direkt vor unserer Haustür.

Fang einholen vor Loctudy

Der nächste Morgen verspricht wieder einen wunderschönen Tag. Die Sonne lacht, der Wind hat weiter nachgelassen, die See ist spiegelglatt. Kurzum - es ist einer dieser wunderschönen Tage, wie man sie sich eigentlich ständig im Urlaub wünscht.

Als wir ankommen, wartet Monsieur Le Reun schon auf uns. Und ehe wir es uns versehen, gleitet unser Boot an verschlafenen Möwen vorbei wieder hinaus. Der Morgennebel kann den ersten kräftigen Sonnenstrahlen, die die Umgebung in ein schönes, goldenes Licht tauchen, nichts entgegensetzen und muss sich langsam verziehen.

Wir können es kaum erwarten bis wir an unserer Fangstelle sind. Was wird in den Körben sein? Was in den Netzen? So kommt uns die einstündige Fahrt endlos vor.

Mir ist es ehrlich gesagt völlig schleierhaft, woran sich Monsieur Le Reun orientiert. Jedenfalls landen wir ohne jedes Hilfsmittel punktgenau bei unseren Bojen. Stolz zeigt unser "Kapitän" auf seine Augen. "Sind noch völlig in Ordnung" will er uns wohl damit sagen.

Beim ersten Korb steigt die Spannung ins Unermessliche. Und? Was ist drin? Zunächst mal: Voll ist er, der Korb. Vor allem Taschenkrebse, aber auch einige Seespinnen tummeln sich darin. Die anderen beiden Körbe sind ähnlich voll. Wir zählen hinterher über 20 Krebse.

Aber auch das Netz hält einiges an Überraschungen bereit. Vor allem Lippfische und Franzosendorsch (hier Tacaud genannt). In der Summe 15 Fische, die wir mitnehmen konnten.

Während der Rückfahrt werden zunächst die Fische aus dem Netz entfernt, was komplizierter ist, als ich dachte. Danach werden die Krabben aus den Körben geholt. Ihnen werden die Sehnen an den Scheren durchtrennt, damit sie nicht mehr kneifen können.

Eigentlich meinten wir ja, dass wir uns den Fang teilen würden. So staunten wir nicht schlecht, als alle Krebse in eine große Kiste und alle Fische in eine Tüte verpackt wurden und wir diese mitnehmen konnten. Somit war unser Fisch- und Meeresfrüchtebedarf für den Rest des Urlaubs gedeckt.

  • Stand des Berichtes: Juli 2002
Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark