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Seeadler auf Beutefang

Moorochse

Den Moorochsen hatten wir sozusagen gleich um die Ecke und haben ihn deswegen auch abends erkunden können. Obwohl das nicht die beste Zeit ist, denn man schaut jetzt in die Sonne. Besser ist der frühe Morgen, aber was soll's.

Von hier aus blickt man auf ein Gebiet, in dem über 60 Vogelarten brüten, darunter Graugans, Rohrdommel, Kranich, Rohrschwirl und Beutelmeise, die mit etwas Glück vom Aussichtsturm aus beobachtet werden können.

Kraniche sehen wir keine, wohl aber Graureiher, verschiedene Enten, Graugänse und eine Bachstelze direkt im Baum gegenüber.

Nicht zu vergessen sind die Komorane, die hier in einer großen Kolonie leben. Diese ist von weitem an den weissen, abgestorbenen Bäumen zu erkennen. Kormorane haben sich jedoch ziemlich stark vermehrt, weswegen die Naturschützer mit Auswechseln ihres Geleges durch Gipseier der Vermehrung ein wenig Einhalt gebieten.

Mit etwas Glück sind auch See- und Fischadler zu beobachten. Immerhin 15 Seeadler- und 12 Fischalderpaare brüten hier. Und auch wir haben das Glück, einen Seeadler zu sehen. Majestätisch schwebt er ein und sitzt abwartend auf einem Baum. Schließlich erhebt er sich in die Lüfte, kreist und stürzt sich auf den See um einen Fisch zu greifen. So etwas hatten wir noch nie zuvor beobachten können.

Der Weg zum Moorochsen führt von der Naturparkverwaltung auf einer Art Holzsteg durch mooriges Gebiet, mit seltenen Pflanzen und Blumen. Dieser Weg lohnt sich, denn man kommt sich so vor, als wenn sich man inmitten in der Landschaft bewegt, die Landschaft aber vor dem Tourismus geschützt ist.

Wir verlieren hier jegliches Zeitgefühl, weil die Landschaft mit den Tieren, die man sonst nur im Zoo oder in Gehegen zu sehen bekommt, uns voll überwältigt.

Übrigens: Der Name leitet sich von der volkstümlichen Bezeichnung "Moorochse" für die Große Rohrdommel ab, ein seltener Vogel, der hier gelegentlich anzutreffen ist.

  • Stand des Berichtes: Juni 2003
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