zusammenaufreisen.de v2.1

Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark

Die beiden Türme des Münster St. Nikolaus vor Bodensee mit Alpenpanorama

Münster St. Nikolaus

Unbedingt müssen wir uns noch das Münster St. Nikolaus von innen ansehen, nachdem es schon so oft unsere Fotos geziert hat.

Denn das Münster ist unverkennbar durch seine zwei ungleichen Türme, von denen nur der größere von weitem als solcher zu erkennen ist.

Bereits im 14. Jahrhundert begonnen, wurde das Bauwerk erst 1586 in seiner jetzigen Form vollendet. Der kleinere Südturm mit rotem Ziegeldach wurde angeblich seit 1444 nicht verändert. Der größere Nordturm hingegen überragt mit seiner Höhe von 78 m alles in Überlingen. Es gibt sicher keine Überlingen – Postkarte ohne diesen Turm.

Das Münster ist nicht nur von außen sondern auch von innen großartig in seinen Dimensionen. Es hat aufgrund seiner Größe eine außerordentliche Akustik, die wie geschaffen ist für Konzerte. So findet jährlich ein Orgelsommer statt. Auch zu anderen Anlässen wie Silvester finden Konzerte statt.

Als wir das Münster am Vorabend von Silvester 2005 besuchen finden gerade die Proben zu einem Silvesterkonzert statt: Ein Konzert für Orgel, Posaune und Trompete. Wer die Möglichkeit hat, einem solchen Ereignis beizuwohnen, sollte die Gelegenheit nutzen.

Berühmt ist das Münster St. Nikolaus auch für seinen geschnitzten Hochaltar, der in den Jahren 1613 bis 1616 vom Bildhauer Jörg Zürn und seinen Brüdern geschaffen wurde. Dieser befindet sich im Chor der Kirche und kann deswegen leider nur von weitem bewundert werden. Wir haben unsere Eindrücke in einem Beitrag über den Hochaltar weiter unten zusammengefasst.

Es wird von einem imposanten Chorgitter abgeschirmt, das aus dem Jahre 1753 stammt, höchst kunstvoll gearbeitet ist und deswegen selbst auch zu den Sehenswürdigkeiten des Münsters zu rechnen ist.

In den Seitenschiffen gibt es weitere ansehenswerte Altäre, so z.B. der Rosenkranzaltar von M. + D. Zürn aus dem Jahre 1631, der Ölbergaltar von 1871 oder der "Heiligkreuzaltar" von 1592. Diese und weitere interessante Arbeiten stellen wir in unserer Fotogalerie vor.

Jetzt zur Weihnachtszeit schmücken zwei Krippen die Kirche: Die Zizenhausener Krippe und die Überlinger Barock Krippe, die zwischen 1780 und 1850 entstand.

Ganz im Zeitsinne des Barock wird die Weihnachtsgeschichte hier zu einem prunkvollen Fest, das mit dem eher schlichten Ursprung nicht mehr viel gemein hat.

Unser Fazit: Ein interessantes Ziel, das man nicht verpassen sollte, wenn man in Überlingen ist.

Hochaltar von Jörg Zürn im Münster St. Nikolaus in Überlingen

Der Hochaltar von Jörg Zürn ist sicherlich einer der schönsten und imposantesten im gesamten Bodenseeraum. Er wurde 1613 vom Rat der Stadt Überlingen in Auftrag gegeben. Jörg Zürn und 3 seiner Brüder sowie sein Vater arbeiteten 3 Jahre an seiner Vollendung.

Er ist unbemalt (aus Lindenholz) und wirkt deswegen schlicht, nur durch seine Größe überwältigend. Dennoch war seine Errichtung nicht billig, was deutlich macht, dass es der Stadt Überlingen im ausgehenden Mittelalter sicherlich nicht schlecht ging.

Der Altar besteht aus vier Geschossen. Im unteren Teil die Verkündigung an Maria, im mittleren Hauptteil die Anbetung des Jesuskinds durch die Hirten, im dritten Teil die Krönung Mariens und schließlich wird all das von Schutzpatron des Münsters, dem Heiligen Niokolaus, im vierten Teil überwacht.

Schade, dass man den Altar nur aus der Ferne bewundern darf. Wir haben versucht, die schönsten Teile für euch in unseren Fotos einzufangen.

Gesamtansicht des Altars
Verkündigung an Maria
Anbetung der Hirten
Krönung Mariens
Der hl. Nikolaus
Das schmiedeeiserne Tor
  • Stand des Berichtes: Januar 2006
Teilen |

Neu: Unser Jahresprojekt 2015: Ein Film über Dänemark