Das Sealife in Konstanz, direkt am Bodensee.
Sealife Konstanz
Das "Sealife" befindet sich direkt am Bodensee, also schon fast vor unserer Haustür.
Und hier, am Rhein, beginnt auch die Wanderung, die der Besucher unternimmt. Man wandert durch eine "Gletscherhöhle" (noch ohne Aquarium) und gelangt dann zur Nachbildung eines Gebirgsbaches. Und das ist auch das Grundkonzept des Sealife.
Es gibt glücklicherweise keine kleinen, sterilen Becken mit ein paar Holzknüppeln sondern überall Nachbildungen bestimmter Lebensräume. Das ist nicht nur für die Fische angenehmer sondern vermittelt auch dem Besucher ein wesentlich realistischeres Bild vom Leben der Wasserbewohner, über ihr Verhalten und ihre Gewohnheiten.
In einer Nachbildung des Bodensees vor Konstanz tummeln sich Fische des Bodensees: große Karpfen, Plötzen, Rotfedern, Brassen, Äschen aber auch Waxdick, eine Störart, die eigentlich hauptsächlich in der Donau vorkommt.
Die einzelnen Abschnitte sind durch den Flossenweg verbunden, eine Art Lehrpfad, der sich speziell an die jungen Besucher wendet. Ergänzend gibt es weitere Exponate, ein Stück Haihaut zum Anfassen oder auch eine Art Riesenlupe mit der man sich die Kleinstlebewesen des Wassers ansehen kann.
Über Schleusen und Wehre am Rhein mit Barben, Stichlingen und Barschen, aber auch Zandern und Schleien gelangt man schließlich weiter stromab bis nach Rotterdam, das man über eine Zeitreise um 1600 erreicht.
Hier hat man das erste Mal Kontakt mit dem Meer. Das Becken wird vor allem von riesigen Wolfsbarschen dominiert, die neben Meeräschen und Goldbrassen majestätisch ihre Kreise ziehen.
Wir folgen dem Rhein weiter bis auf den Nordseegrund, vorbei an Schiffswracks und beobachten Seepferdchen.
Die Hauptattraktion ist aber ohne Zweifel das Mittelmeeraquarium, über das wir gesondert berichten.
Das Sealife engagiert sich auch für den Umweltschutz. Breiten Raum nimmt z.B. die Information über Haie und ihre Lebensgewohnheiten ein. Ökologische Merkmale wurden auch bei der Einrichtung des Aquariums beachtet. Die Haltung von Walen, Delfinen, Robben aber auch exotischen Tieren, Meeresschildkröten und vom Aussterben bedrohte Arten wird explizit ausgeschlossen.
Deswegen arbeitet das Sealife in Konstanz auch mit Greenpeace zusammen. Die Umweltorganisation hat am Ende des Rundgangs einen eigenen Ausstellungsbereich, in dem sie über ihre Arbeit berichtet.
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